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Einleitung
Mal etwas Ungewöhnliches aus dem Hause Lookout Games, ein großes
3-Personen Spiel.
Es gab ja schon immer seltene Versuche so etwas unter die Leute zu bringen, aber meistens ist der Versuch gescheitert(z.B.Abilene von Hexagames).
Mal sehen, ob es diesmal anders ist.
56 v. Chr.
Die spinnen, die Römer. Sie hauen sich untereinander, Cäsar, Pompeius und Crassus, das erste „Triumvirat“, prügeln sich um die Alleinherrschaft.
Wir befinden uns in der Position von Cäsar, Pompeius oder Crassus und versuchen genau dieses Ziel zu erreichen.Das Spiel
Es gibt für jedes Spiel eine klar definierte Startaufstellung, die in der Regel vorgegeben ist.
Die Charaktere werden wahrscheinlich zugelost (in der Regel steht es jedenfalls nicht!).
Cäsar startet immer die Partie.
Ein Charakter führt immer seinen kompletten Zug aus, bevor der nächste Charakter an der Reihe ist.
Der Zug besteht aus drei Phasen:

1. Nachschub:
Der Spieler bewegt seine Statthalter entweder in das Nachschubfeld hinein oder hinaus, Beamte bewegen sich nicht.
Alle Nachschubfelder, die frei sind, produzieren Nachschub, dass können sein: 2 Legionen, 2 Gold oder jeweils 1, dieser Nachschub wird in den jeweiligen Provinzen hinterlegt.
Gold bekommt man sofort überreicht, wenn der eigene Charakterstein in der Provinz des hinterlegten Goldes vorhanden ist.
Dazu bekommt man nach eigener Wahl noch zusätzlichen Nachschub aus Rom: 2 Gold, 2 Legionen oder jeweils 1.
2. Bewegung:
Nun hat man 4 Bewegungspunkte zur Verfügung, um seinen Charakterstein zu bewegen.
Dabei darf man beliebig viele Legionen und Beamte mit sich führen.
Ein Feld kostet einen Bewegungspunkt, Ausnahme: Bewegung ohne Legionen über das Meer sind billiger.
Wenn ich in ein gegnerisches Feld ziehe, gibt es Stress.
Der Kampf läuft folgendermaßen ab:
Aus einem Säckchen werden die Waffen gezogen, max. 3.
Tauchen dabei Farbwürfel der beteiligten Parteien auf, wird die Armee um eine Einheit für jeden gegnerischen Farbwürfel reduziert, die Würfel bleiben draußen, neutrale Farben werden wieder in den Sack geworfen.
Wenn der gegnerische Charakterstein bei dem Verteidiger ist, verliert der Angreifer automatisch zwei Legionen.
Jetzt werden noch die restlichen Legionen verrechnet.
Wenn der Angreifer dann noch welche übrig hat, gewinnt er die Provinz.
Der verlierende Verteidiger bekommt eine Entschädigung von einem Farbwürfel in den Sack.
Mit dieser Bewegung versucht man Provinzen zu erobern, Geld einzusammeln und/oder auf eine bestimmte Provinz zu kommen, um in Phase
3. Aktionen
eine der Aktionen, entsprechend der Provinzfarbe durchzuführen.
Es gibt politische, militärische und Kompetenzprovinzen.
In allen drei Provinztypen kann man sich auf den Kompetenzleisten vorwärts bewegen.
Bei der militärischen kann man neue Farbwürfel in den Sack werfen und bei der politischen Provinz können Bürger in den einzelnen Fraktionen verschoben werden.
Die Aktionen kosten allerdings etwas, die erste 1, die zweite 2 und die dritte 3 Gold. Mehr Aktionen gibt es nicht. Für alle 3 Aktionen muss ich also 6 Gold zahlen, teurer Spaß!!
Nach dem achten Spielzug kommt es zum Elegio, der Wahl des Konsuls.
Wer mehr Bürger auf seiner Seite hat, gewinnt diese Wahl.
Wie gewinnt man eigentlich?

Es gibt drei Möglichkeiten:
1. militärisch: Wer als erster 9 Provinzen besitzt oder
2. politisch: Wer zweimal zum Konsul gewählt wird oder nach seiner erster Wahl noch
einmal 6 Bürger in seiner Fraktion hat oder
3. Kompetenz: Wer in beiden Kompetenzen das letzte Feld erreicht hat.
Bewertung :
Schwierig, schwierig, schwierig!!
Es ist ein sehr taktisch geführtes Spiel, wo man beide gegnerischen Parteien sehr genau im Auge behalten muss. Fehler werden selten verziehen und können zu einem plötzlichen Spielende führen.
Die Spieldauer ist angenehm, liegt bei etwa 60-90, vielleicht auch mal bei 120 Minuten.
Es muss mit dem typischen 3-Personen Problem fertig werden, dass man Zwangsbündnisse eingehen muss, aber dabei dann doch auf die eigene Nase fällt (Königsmacherproblem).
Die Ausstattung trägt allerdings nichts zum Spielgenuss bei. Spartanische Holzklötzchen hätten es wirklich nicht sein müssen, wenigstens die Charakterfiguren aus Pappe im Aufsteller wären netter als diese zu groß geratenen Holzquadrate (Versucht man mit diesen Spielstein in Sizilien zu landen, grausam). Und Legionen kann man auch etwas besser darstellen, als diese k…braunen Holzwürfel.
Was mir allerdings am meisten fehlt, ist ein Startspielerstein. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird ja die neue Runde mit dem letzten Spieler, der die Konsulwahl ausgelöst hat, fortgeführt. D.h. jede Runde hat einen neuen Startspieler, was ja bei einem Unentschieden für die Wahl des Konsuls nicht uninteressant ist.
Und eine große Scheibe als Anzeiger für den Nachschub aus Rom, den vergisst man irgendwie immer.
Ich werde es sicher noch öfter spielen, schon alleine um herauszufinden, ob eine feste Startposition in einem taktischen Spiel nicht zu einer festen Taktik führt.
Grundsätzlich kann ich nur raten, vor dem Kauf probespielen.
Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/16419
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