Trans America

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Autor : Franz-Benno Delonge

trans3.jpg (11429 Byte)

Verlag : Winning Moves
Spieler : 2 - 6 Spieler
Alter : ab 8 Jahre
Dauer : ca. 30 Minuten
  Anteil Bemerkung Note Bewertung

Spielspass

           
Spielreiz 30 %  wird öfter gespielt 2 0,60
Einfluss 15 %  wo steht mein Startstein ? 2 0,30
Interaktion  8 %  wann schließe ich an ? 2 0,16
Komplexität  4 %  leichte Regeln  1 0,04
Spielzeit 2 %  angemessen 1 0,02
Wartezeit 1 %  kaum 1 0,01
  

60 %

      1,13

Spielanleitung

           
Spielanleitung  12 %  ausführlich mit Beispielen 1 0,12
Fragen 8 %  keine Fragen 1 0,08
   20 %      0,20

Spielausstattung

     
Material 10 %  schönes Material  1 0,10
Hilfsmittel 7 %  Punkteleiste  2 0,14
Spielkasten 3 %  keine Fächer / 1 Plastiktütchen  4 0,12
   20 %      0,36

Gesamtnote

  

 gut

   1,69

Preis - Leistung

   

sehr gut

   24,5
Preis - Leistung : 1,69 x 14,50 Euro = 24,5

Einleitung 

Amerika im 19. Jahrhundert : 
der Eisenbahnbau boomt. Pioniergeist und Weitsicht sind gefragt.
Jeder möchte der Schnellste sein beim Ausbau des Schienennetzes quer
durch die Staaten. Wer wird als Erster seine Städte anschließen ?
 

Die Ausstattung

1 Spielplan
85 Schienen aus Holz
35 Städtekarten
6 Startsteine
6 Lokomotiven
1 Startspielerkarte
1 Spielregel
 
Das Spiel
 
Um das Spiel zu verstehen, muss zuerst der Spielplan erklärt werden. 
Auf der Amerikakarte sind 35 Städte in 5 Farben zu finden.
Jede Farbe kennzeichnet ein Gebiet der Karte. Während grün den Westen 
Amerikas vertritt, liegt Orange im Osten. Rot bildet den Süden, Blau den Norden und 
Gelb liegt in der Mitte der Karte. Da jeder Spieler zu Anfang des Spiels je eine Karte
in jeder Farbe zieht, sind die Zielstädte über den ganzen Spielplan gut verteilt. 
Die einzelnen Städte sind durch Linien verbunden. Es gibt einfache Linien und 
Doppellinien. Letztere kennzeichnen schwierig zu erreichende Gebiete, wie : 
Brücke über einen Fluss oder einen Tunnel durch ein Gebirge. 
 
Weiterhin befindet sich auf dem Spielplan eine Punkteleiste, die in Form von Schienen 
13 Felder beinhaltet. Das erste Feld ist der Lokschuppen, auf den jeder Spieler seine 
Lok stellt. Am anderen Ende der Punkteleiste liegt eine der Holzschienen und zeigt 
damit das Ende der Punkteleiste an. Jeder Spieler besitzt also zu Anfang 13 Punkte, 
die mit der Zeit aber weniger werden - dazu aber später mehr. 
 
Nachdem sich jeder Spieler fünf Karten genommen hat, setzen die Spieler Ihren 
Startstein - der Startspieler beginnt - auf entweder eine Stadt, oder auf einen 
unbesetzten Kreuzpunkt. 


 
Ein Kreuzpunkt ist ein Punkt auf dem Spielplan, an dem sich zwei bis 
sechs Linien treffen. 
 
Ziel des Spiels ist es, seine 5 Städte mit Schienen zu verbinden. 
 
Spielverlauf
 
Der Startspieler beginnt, die Mitspieler folgen im Uhrzeigersinn. 
Pro Zug legt der Spieler eine oder zwei Schienen. 
Entweder legt er zwei Schienen auf zwei einfache Linien oder 
eine Schiene auf eine Doppellinie. 
Jeder Spieler muss in seinem Spielzug mindestens eine Schiene legen. 
 
Schienen dürfen vorerst immer nur an das eigene Schienennetz angelegt werden;
es muss also immer eine direkte Verbindung zum eigenen Startstein bestehen. 
Dies ändert sich, sobald ein Spieler an ein gegnerisches Schienennetz anschließt, 
also eine Schiene legen kann, die beide Schienennetze verbindet. 
Dann kann auch das gegnerische Schienennetz genutzt werden und auch von 
diesem Schienennetz Abzweigungen gelegt werden. 
Das ärgerliche daran ist eigentlich nur, dass dieses Recht auch umgekehrt der Gegenspieler hat. 
 
Sobald ein Spieler seine fünf Städte angeschlossen hat, ist die Spielrunde beendet. 
Nachdem der Spieler seine Karten gezeigt hat und dies bewiesen hat, erhalten die 
anderen Spieler so viele Minuspunkte, wie sie noch an Schienen benötigen würden, 
um alle ihre Städte anzuschließen. Für jeden Minuspunkt zieht die eigene Lok um 
ein Feld auf der Punkteleiste vor. Dabei werden Doppellinien als 2 Minuspunkte 
gerechnet. 
 
Jetzt beginnt die nächste Runde mit Verteilen von fünf neuen Karten und setzen 
des Startsteines. 
 
Hat nach der Wertung es zweiten Durchgangs der Spieler mit den wenigsten 
Punkten ( dessen Lok also auf der Punkteleiste am weitesten vorne steht )
noch 4 oder mehr Punkte, so wird einmalig die Schranke auf der Punkteleiste 
nach rechts versetzt - und zwar so weit, bis zwischen der Lok dieses Spielers
und der Schranke noch genau zwei Felder liegen. 
 
Ende des Spiels  
 
Das Spiel endet nach mehreren Durchgängen, sobald mindestens ein Spieler 
mit seiner Lok die Schranke überschritten hat. Wer dann die meisten Punkte
übrig hat ( also mit seiner Lok dem Lokschuppen am nächsten steht ) ,
gewinnt das Spiel. 
 
2 und 3 Spieler
 
Bei 2 und 3 Spielern werden 10 der Städtekarten aussortiert. 
Diese Städte sind auch auf dem Spielplan durch eine Umrandung gekennzeichnet. 
 
Varianten
 
Auf der Homepage von Winnig Moves werden noch Varianten zum Spiel angeboten. 
http://www.winning-moves.de/transamerica

 
Spielbewertung 
 

Die einfachen Ideen sind meistens die genialen Ideen. 
Wenn ich ein solches Spiel spiele, frage ich mich erneut warum einem nie 
eine solche Idee auch einmal einfallen kann. 
 
Trans America ist ein einfaches und doch spannendes Spiel für die kurze 
Spielzeit. Jüngere Spieler ab 8 Jahren macht es gleichermaßen Spaß wie 
auch Erwachsenen. Das oftmals überraschende : " Ich habe alle Städte angeschlossen "
eines Mitspielers, lässt einem zwar verzweifeln, doch die nächste Runde wartet schon
und gespannt werden die neuen fünf Städtekarten gezogen. 
 
Auch taktische Elemente kommen hier zur Geltung. 
Beteilige ich mich daran Schienen im Norden zu legen, oder lasse ich diese 
Arbeit von meinen Mitspielern erledigen und schließe dann mein Schienennetz an ?
Wo stelle ich meinen Startstein am günstigsten hin ?
Wann entschließe ich mich überhaupt, ein fremdes Schienennetz anzuschließen ?
 
Der Glücksfaktor für den Sieg des Spiels ist auch durch die zufällige Auswahl der 
Städtekarten eher gering. Und glauben Sie mir, dies fällt mir schwer einzusehen, 
denn bisher sind meine Siegeserfolge doch eher gering.