Jenseits von Theben 
Spiel des Jahres: Nominierungsliste (2007)
 Rezension von Peter Zanow 

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Autor :   Peter Prinz

Verlag :   Queen Games
Spieler :   2 - 4 Spieler
Alter :   ab 8 Jahre
Dauer :   ca. 60 Min.

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Endlich, endlich halte ich die Büste der Nofretete in der Hand!
Wochenlanges Nachforschen in Paris, Moskau und Berlin haben
endlich zu diesem Fund geführt. Endlich können die Früchte langer
Arbeit geerntet werden.
 
Ein Archäologieroman? Nein, wir spielen "Jenseits von Theben" aus
dem Hause Queen-Games!



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Viele Karten, 5 schicke Stoffsäcke zum Aufbewahren der
Pappcounter, einige Holzspielsteine.


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Muss es nicht ein schönes Gefühl sein, wenn man wie Howard Carter, Heinrich Schliemann oder Paul Emile Botta endlich am Ziel seiner Träume ankommt, unzählige Fehlversuche hinter sich und dann doch endlich ein Fundstück in der Hand zu halten.

Dieses Gefühl wird von „Jenseits von Theben“ recht gut vermittelt, im Guten wie im Bösen(s.Fazit).

Bevor wir uns aber mit der Schaufel in den Sand stürzen, müssen wir uns allerdings erstmal Wissen ansammeln, wo es sich überhaupt lohnt zu buddeln.

Doch alles was wir machen, verbraucht Zeit und wer am meisten Zeit hat, darf seinen Zug durchführen.

Etwas genauer?

Wir bewegen eine Spielfigur von Ort zu Ort, jedes Feld, dass wir uns bewegen, kostet 1 Woche. An unserem Zielpunkt können wir Sachen erwerben, Wissen, Zeppeline, Assistenten, Schaufeln, Autos und anderes. Je nach Art des Erworbenen brauchen wir 1 bis 6 Wochen Zeit. Dieses Fortschreiten der Zeit wird mit unserer Figur am Spielfeldrand festgehalten. Bin ich auf der Zeitleiste Letzter kann ich weiterreisen und weitere Dinge erwerben. So lange, bis eine andere Figur Letzter auf dieser Leiste ist.

Ich kann aber auch zu Ausgrabungsstätten reisen und dort versuchen, wertvolle Gegenstände auszugraben. Wie oft ich in den Sack mit den Fundstücken greifen darf, ist abhängig von meinem Wissen und der Zeit, die ich investiere.

Während des Spiels werden auch Orte auftauchen, wo ich eine Ausstellung mit meinen Fundstücken veranstalten kann. Dazu muss ich allerdings auch die richtigen Fundstücke haben.

Kommen wir noch einmal zu den Säcken mit den Fundstücken: Die Säcke sind mit 16 Nieten, 13 Punktebringenden Gegenständen und 2 Wissensbringenden Gegenständen gefüllt.

Die Nieten werden immer wieder in den Sack gelegt, so dass sich die Wahrscheinlichkeit zu Ungunsten der Punktebringer verschiebt, aber da das Wissen meist ansteigt, hat man die Möglichkeit öfters in den Sack zu greifen.

 

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FAZIT: Dieses Spiel ist für mich der Favorit auf den Titel des Spiel des Jahres.

Warum?

Thema wurde hervorragend stimmig umgesetzt, vom Material(Stoffsäcke mit aufgedrucktem Motiv für jede Fundstelle, eine Übersicht der Fundstücke, schöner Spielplan) und Ablauf.

Es gab schon früher Versuche zum Thema Archäologie, aber irgendetwas fehlte immer

Das Einzige was hier fehlt ist die ungeklärte Geldfrage(Ausgrabungen waren halt eine teure Angelegenheit).

Gute Spieldauer, ca. 90 Minuten, funktioniert von 2-4 Spieler.

Origineller Zugreihenfolge-Mechanismus.

Was könnte dagegen sprechen?

Nicht ganz so leichter Einstieg (obwohl die obenstehende Regel- zusammenfassung eher das Gegenteil vermuten lässt, aber ich garantiere, dass erklären des Chronokels[Wer hat sich eigentlich diesen Namen ausgedacht? ) wird zu einigen Fragezeichen auf dem Gesicht führen), da doch recht viel zu entscheiden ist, recht hoher gefühlter Glücksanteil(obwohl dem nicht so ist, alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit und es gibt mehrere Möglichkeiten des Gewinnens).

Natürlich kann es passieren, dass ich zehn Mal in den Sack greife und nur Nieten ziehe, aber auch der umgekehrte Fall passiert, vier Mal hineingreifen, drei Mal etwas ziehen(typisch für meinen Sohn). Aber jede meiner Partien ging spannend aus. Es gab nie einen Ausreißer.

Also wenn Queen-Games gewinnt, hätte ich nichts dagegen in Berlin bei der Siegesfeier im ägyptischen oder Pergamonmuseum eingeladen zu werden. Anfahrtkosten sind günstig, ich lebe in Berlin.
 

 

Einzelbewertung
Noten
1=sehr schlecht bis 10=sehr gut

Peter
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
 

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Weitere Infos zum Spiel erhalten Sie über Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/20611