Einleitung
Endlich können sich 2 Spieler im
Duell messen. Hier gilt es, in Reihen, Spalten und Blöcken die Mehrheit zu
erringen, aber natürlich nach den SuDoKu-Vorgaben! Bei jedem Zug hoffen die
Spieler, dass der Gegner ihnen nicht zuvorkommt und einen der begehrten
Siegpunkte wegschnappt. Spannung pur, da sich erst am Ende des Duells
entscheidet, wer der wahre SuDoKu-Meister ist.
Spielausstattung
1 Spielplan
9 goldfarbene Zahlenkärtchen mit den Zahlen 1 - 9
12 blaue und rote Wertungsmarker
36 Zahlenkärtchen in rot und blau
Das
Spiel
Der Spielplan zeigt neuen Reihen, neun Spalten und
neun Blöcke mit je
9 Feldern. Abwechselnd werden Zahlenkärtchen gelegt. Dabei ist zu
beachten,
dass in jeder Reihe und Spalte jeweils nur einmal das Zahlenkärtchen 1 bis 9
vorkommen darf. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass in jedem Block
ebenfalls nur jeweils ein Zahlenkärtchen von 1 bis 9 liegen darf.
Bei Spielbeginn werden neun goldene Zahlenkärtchen so gelegt, dass in
jedem
Block eines liegt. Jeder Spieler erhält 12 Wertungsmarker. Wer alle 12
Wertungsmarker
zuerst auslegen konnte, gewinnt das Spiel. Beide Spieler erhalten ihre 36
Zahlenkärtchen,
die sie verdeckt vor sich auslegen. Wer an der Reihe ist, nimmt ein
verdecktes
Zahlenkärtchen und legt es - entsprechend der obigen Regel - in das
Sudokuraster.
Wurde das Kärtchen regelwidrig ausgelegt und der Gegner merkt dies im
unmittelbaren
folgenden Zug, wird das Kärtchen entfernt und ist aus dem Spiel. Wird der
Fehler erst
zu einem späteren Zeitpunkt bemerkt, bleibt das Kärtchen liegen.
Wenn ein Spieler in einer Reihe, Spalte oder einem Block mehr Zahlenkärtchen
liegen
hat, wie der Gegner, kann er einen Wertungsmarker setzen. Dafür ist in jeder
Reihe
oder Spalte - am Spielbrettrand - ein Extrafeld vorhanden, auf dem der
Wertungsmarker
gesetzt werden kann. Neun weitere Extrafelder sind für die 9 Blöcke
vorgesehen, auf die
ebenfalls ein Wertungsmarker gesetzt wird, wenn der Spieler die meisten
Zahlenkärtchen
in diesem Block liegen hat.
Sollten beide Spieler die gleiche Anzahl Zahlenkärtchen in einer Region
liegen haben,
darf der Spieler einen Wertungsstein setzen, der dort das höchste
Zahlenkärtchen
liegen hat.
Die Würze des Spiels ist es, eine frühe Beweisführung herbei zu
führen.
Ein Spieler kann dann auch schon einen Wertungsmarker setzen, wenn er
beweisen
kann, dass der Gegner die Mehrheit der Zahlenkärtchen nicht mehr erreichen
kann.
Ich darf Ihnen ein Beispiel zeigen : In einer Reihe liegt die goldene 4. Der
blaue
Spieler hat die blauen Zahlenkärtchen 3,6,7 und 8 liegen. Der rote Spieler
legte bisher
die Zahlen 9 und 5. Normalerweise könnte der rote Spieler diese Reihe noch
für sich
gewinnen, wenn er die fehlenden Zahlen 1 und 2 legen könnte, da dann zwar
jeder
die gleiche Anzahl Zahlenkärtchen ausgelegt hat, aber der rote Spieler mit
der
höchsten Zahl 9 doch noch die Reihe für sich gewinnen kann. Wenn der blaue
Spieler
aber beweisen kann, dass der Spieler entweder die Zahl 1 oder Zahl 2 nicht
mehr
legen kann, weil er ansonsten regelwidrig legen würde, darf der blaue Spieler
gleich
seinen Wertungsmarker legen, obwohl noch nicht alle Zahlenkärtchen in
dieser
Reihe ausgelegt wurden.
Sobald ein Spieler alle seine 12 Wertungsmarker gesetzt hat, gewinnt er das
Spiel.
Spielbewertung
Seit Sommer 2005 ist die Sudoku-Welle über Deutschland hereingebrochen.
Die Verlage haben dieses Käuferpotential schnell erkannt und veröffentlichten
in den letzten Monaten eine Reihe von Spielen dieser Art.
Leider musste die Spielerwelt schnell erkennen, dass die Umsetzung dieses
Rätsels in Form eines Brettspieles für mehr Personen bisher kaum sinnvoll
umgesetzt
wurde. Oftmals entstand der Eindruck, dass einige "Schnellschüsse"
der Verlage eher
nach hinten los gingen. Schade für die Sudokufans, die sich dann schon auf
einen
gemütlichen Sudoku-Spieleabend mit Partner oder Freunden trafen und dann
nach dem Spiel erkannten: so macht es keinen Spass.
Ich möchte nicht sagen : "Sudoku - Duell der Meister" rettet die
Spieleszene,
aber es ist gut, dass es da ist.
Reiner Knizia hat sich nicht darauf beschränkt, das Zahlenrätsel 1 zu 1
umzusetzen.
Er hat das Spiel mit den Mehrheitselementen rafiniert gewürzt und somit auch
für
zwei Personen sehr gut spielbar gemacht. Keiner der beiden Spieler muss aber
auf
das normale Sudokufeeling verzichten, denn die notwendige Beweisführung, die
ein
Spieler für die frühen Mehrheitsansprüche benötigt, lässt die Sudokuherzen
wieder
höher schlagen.
Allerdings ist dies auch ein Problem des Spiels. Es kommt vor, dass ein
Spieler
seinen 12. Wertungsstein setzt und das Spiel gewinnt, obwohl der Gegner
schon
lange gewonnen hätte. "Schau mal, diese Reihe war schon die ganze Zeit
deine
Reihe, weil ........ ". Dabei ist zu beobachten, dass der Sieger ein
überlegenes
Leuchten in seinen Augen hat und sich sichtlich darüber freut, dass der
Gegner
seine Mehrheitsverhältnisse nicht erkannt hat.
Es ist schwierig - gerade in Kombination mit den Blöcken - ständig den
Überblick
über die Mehrheitsverhältnisse zu behalten und somit ist das Spiel gerade
für geübte Sudokuspieler zu empfehlen. Aber "Übung macht den
Meister" und somit kann
auch ein ungeübter Spieler mit der Zeit seinem geübten Gegner paroli
bieten.
Rundum ein gelungenes Spiel.
Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/19565
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