Sudoku "Duell der Meister"                                    zurück zur Übersicht

 
Autor : Reiner Knizia

Bild von 'Sudoku - Duell der Meister'

Verlag : Kosmos
Spieler : 2 Spieler
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 30 Minuten
Bewertung nach Schulnoten
Spielreiz Interaktion Komplexität Spielzeit Anleitung Material Note

  
Einleitung

 
Endlich können sich 2 Spieler im Duell messen. Hier gilt es, in Reihen, Spalten und Blöcken die Mehrheit zu erringen, aber natürlich nach den SuDoKu-Vorgaben! Bei jedem Zug hoffen die Spieler, dass der Gegner ihnen nicht zuvorkommt und einen der begehrten Siegpunkte wegschnappt. Spannung pur, da sich erst am Ende des Duells entscheidet, wer der wahre SuDoKu-Meister ist.

Spielausstattung

 1 Spielplan
 9 goldfarbene Zahlenkärtchen mit den Zahlen 1 - 9
12 blaue und rote Wertungsmarker
36 Zahlenkärtchen in rot und blau
 
Das Spiel

Der Spielplan zeigt neuen Reihen, neun Spalten und neun Blöcke mit je 
9 Feldern. Abwechselnd werden Zahlenkärtchen gelegt. Dabei ist zu beachten, 
dass in jeder Reihe und Spalte jeweils nur einmal das Zahlenkärtchen 1 bis 9
vorkommen darf. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass in jedem Block
ebenfalls nur jeweils ein Zahlenkärtchen von 1 bis 9 liegen darf.

Bei Spielbeginn werden neun goldene Zahlenkärtchen so gelegt, dass in jedem 
Block eines liegt. Jeder Spieler erhält 12 Wertungsmarker. Wer alle 12 Wertungsmarker
zuerst auslegen konnte, gewinnt das Spiel. Beide Spieler erhalten ihre 36 Zahlenkärtchen,
die sie verdeckt vor sich auslegen. Wer an der Reihe ist, nimmt ein verdecktes 
Zahlenkärtchen und legt es - entsprechend der obigen Regel - in das Sudokuraster.
Wurde das Kärtchen regelwidrig ausgelegt und der Gegner merkt dies im unmittelbaren
folgenden Zug, wird das Kärtchen entfernt und ist aus dem Spiel. Wird der Fehler erst 
zu einem späteren Zeitpunkt bemerkt, bleibt das Kärtchen liegen.

Wenn ein Spieler in einer Reihe, Spalte oder einem Block mehr Zahlenkärtchen liegen
hat, wie der Gegner, kann er einen Wertungsmarker setzen. Dafür ist in jeder Reihe
oder Spalte - am Spielbrettrand - ein Extrafeld vorhanden, auf dem der Wertungsmarker
gesetzt werden kann. Neun weitere Extrafelder sind für die 9 Blöcke vorgesehen, auf die
ebenfalls ein Wertungsmarker gesetzt wird, wenn der Spieler die meisten Zahlenkärtchen
in diesem Block liegen hat.

Sollten beide Spieler die gleiche Anzahl Zahlenkärtchen in einer Region liegen haben, 
darf der Spieler einen Wertungsstein setzen, der dort das höchste Zahlenkärtchen 
liegen hat. 

Die Würze des Spiels ist es, eine frühe Beweisführung herbei zu führen. 
Ein Spieler kann dann auch schon einen Wertungsmarker setzen, wenn er beweisen 
kann, dass der Gegner die Mehrheit der Zahlenkärtchen nicht mehr erreichen kann. 
Ich darf Ihnen ein Beispiel zeigen : In einer Reihe liegt die goldene 4. Der blaue 
Spieler hat die blauen Zahlenkärtchen 3,6,7 und 8 liegen. Der rote Spieler legte bisher
die Zahlen 9 und 5. Normalerweise könnte der rote Spieler diese Reihe noch für sich 
gewinnen, wenn er die fehlenden Zahlen 1 und 2 legen könnte, da dann zwar jeder 
die gleiche Anzahl Zahlenkärtchen ausgelegt hat, aber der rote Spieler mit der 
höchsten Zahl 9 doch noch die Reihe für sich gewinnen kann. Wenn der blaue Spieler 
aber beweisen kann, dass der Spieler entweder die Zahl 1 oder Zahl 2 nicht mehr 
legen kann, weil er ansonsten regelwidrig legen würde, darf der blaue Spieler gleich
seinen Wertungsmarker legen, obwohl noch nicht alle Zahlenkärtchen in dieser 
Reihe ausgelegt wurden.

Sobald ein Spieler alle seine 12 Wertungsmarker gesetzt hat, gewinnt er das Spiel.

Spielbewertung
 
Seit Sommer 2005 ist die Sudoku-Welle über Deutschland hereingebrochen.
Die Verlage haben dieses Käuferpotential schnell erkannt und veröffentlichten
in den letzten Monaten eine Reihe von Spielen dieser Art. 

Leider musste die Spielerwelt schnell erkennen, dass die Umsetzung dieses 
Rätsels in Form eines Brettspieles für mehr Personen bisher kaum sinnvoll umgesetzt 
wurde. Oftmals entstand der Eindruck, dass einige "Schnellschüsse" der Verlage eher 
nach hinten los gingen. Schade für die Sudokufans, die sich dann schon auf einen 
gemütlichen Sudoku-Spieleabend mit Partner oder Freunden trafen und dann 
nach dem Spiel erkannten: so macht es keinen Spass.
  
Ich möchte nicht sagen : "Sudoku - Duell der Meister" rettet die Spieleszene,
aber es ist gut, dass es da ist. 
 
Reiner Knizia hat sich nicht darauf beschränkt, das Zahlenrätsel 1 zu 1 umzusetzen. 
Er hat das Spiel mit den Mehrheitselementen rafiniert gewürzt und somit auch für 
zwei Personen sehr gut spielbar gemacht. Keiner der beiden Spieler muss aber auf
das normale Sudokufeeling verzichten, denn die notwendige Beweisführung, die ein 
Spieler für die frühen Mehrheitsansprüche benötigt, lässt die Sudokuherzen wieder
höher schlagen. 

Allerdings ist dies auch ein Problem des Spiels. Es kommt vor, dass ein Spieler 
seinen 12. Wertungsstein setzt und das Spiel gewinnt, obwohl der Gegner schon 
lange gewonnen hätte. "Schau mal, diese Reihe war schon die ganze Zeit deine 
Reihe, weil ........ ". Dabei ist zu beobachten, dass der Sieger ein überlegenes 
Leuchten in seinen Augen hat und sich sichtlich darüber freut, dass der Gegner 
seine Mehrheitsverhältnisse nicht erkannt hat. 
 
Es ist schwierig - gerade in Kombination mit den Blöcken - ständig den Überblick 
über die Mehrheitsverhältnisse zu behalten und somit ist das Spiel gerade für geübte Sudokuspieler zu empfehlen. Aber "Übung macht den Meister" und somit kann 
auch ein ungeübter Spieler mit der Zeit seinem geübten Gegner paroli bieten. 

Rundum ein gelungenes Spiel.


Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/19565