Salamanca

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Autor :   Stefan Dora

Bild von 'Salamanca'

Verlag :   Zoch-Verlag
Spieler :   2 - 5 Spieler
Alter :   ab 10 Jahre
Dauer :   ca. 60 Min.

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Macht, Einfluss und große Ländereien – in Salamanca, im Herzen Spaniens herrscht Aufbruchsstimmung. Beständig vergrößern die neuen Grundbesitzer ihre Ländereien. Bald schon umgeben fruchtbare Ackerflächen und saftige Weidelandschaften ihre prächtigen Anwesen. Ein Legespiel für zwei bis fünf Spieler ab zehn Jahren.

„Salamanca“ von Stefan Dorra ist ein taktisches Legespiel bei dem die Spieler durch das Ausspielen von Handkarten das karge spanische Hinterland in einen fruchtbaren Garten verwandeln. Doch erfolgreich ist nur, wer seine Ländereien gewinnbringend erweitert. Dazu sollten um Burgen, Bauernhöfe und Klöster ertragreiche Wald- und Seenlandschaften, Weide- und Ackergebiete und Weinberge angelegt werden. Gleichzeitig gilt es, Heuschreckenepidemien abzuwehren, Rattenplagen einzudämmen und intriganten Giftmischern das Handwerk zu legen. Verkommt ein Gebäude zur Ruine, verliert es seinen gesamten Wert. Sieger dieses spanischen Ränkespiels ist, wer am Ende den höchsten Geldbetrag sein eigen nennt. Dublonen können nach jeder Runde sowohl der Gutsherr als auch der Conde, der als Verwalter auf fremden Gütern fürstlich entlohnt wird, bekommen.
  
„Salamanca“ ist ein für Spieler und Familien gleichermaßen geeignetes Legespiel für zwei bis fünf Spieler ab zehn Jahren. Trotz eingängiger Spielregeln gibt es immer wieder Überraschungen – wenn beispielsweise Plagen plötzlich eine Landschaft befallen oder Güter plötzlich verkauft werden.

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1 Spielplan, 
65 Spielkärtchen, 
40 Spielmünzen, 
4 Holzscheiben mit Aufklebern, 
5 Sichtschirme, 
15 Spielfiguren (je 3 in 5 Farben),
20 Spielkarten 
1 Spielregel

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Der Spielplan zeigt 8 x 9 leere Felder, auf denen von den Spielern 
Landschafts- und Gebäudeplättchen aufgelegt werden. Davon sind 
so viele Auslageplätze vorhanden, wie Spieler teilnehmen. 
Auf einem Auslageplatz können auch mehrere Plättchen liegen,
da in der Runde zuvor nicht genommene Kärtchen mit einem neuen
Kärtchen in der Folgerunde überdeckt werden. 

Salamanca


Jeder Spieler spielt zu Anfang jeder Runde eine Spielkarte aus, die 
am Anfang des Spiels verteilt wurden. Es gibt 20 Spielkarten mit den Werten
je 2 x 1 - 10. Am Ende einer jeden Runde werden diese ausgespielten 
Spielkarten an den an den linken Nachbarn weitergegeben.
Wenn Spielkarten ausgespielt werden, beginnt damit immer der Spieler, 
der in der vorangegangen Runde als Letzter am Zug war. Danach folgen
die anderen Spieler im Uhrzeigersinn und spielen Karten, die noch nicht
ausliegen. Wer die höchste Karte spielt, beginnt die Runde, es sei denn :
es wurde die Karte mit dem Wert 5 gespielt, dann beginnt dieser Spieler 
die Runde. 

Wer an der Reihe ist, nimmt alle Plättchen einer Auslage und legt 
diese auf den Spielplan, legt einen Condenstein oder führt die Speziel-
funktion der ausgespielten Spielkarte aus.

Wer Plättchen legt, kann auch Gebäude in Besitz nehmen und Gebäude
verkaufen. Es gibt Landschaftsplättchen und Gebäudeplättchen.
Legt der Spieler ein Gebäudeplättchen, darf er dies mit einem seiner 
Gutsherrensteine aus dem Vorrat kennzeichnen. Da gibt es Bauernhof
( Gebäudewert 2 ), Burg  ( Gebäudewert 3 ) und Kloster ( Gebäudewert 4 ).
 
Landschaftsplättchen werden auf einen beliebigen freien Platz gelegt.
Zusammenhängende Landschaftsplättchen, die an ein Gebäude mit der
gleichen Farbe grenzen, bilden ein Gebiet. Verkauf ein Spieler eines 
seiner mit seinem Gutsherrnstein gekennzeichnetes Gebäude, erhält er
Dublonen wie folgt : 
Gebäudewert + Landschaftskärtchenwert - Wertminderungen Plagesteine.
"Besonders fruchtbare Landschaftskärtchen" bringen pro Kärtchen 2 - 3
Duplonen ein, werden aber nach einer Wertung sofort entfernt.
"Normale Landschaftskärtchen" haben den Wert 1.

Anstatt Kärtchen zu legen, kann der Spieler auch seinen Condenstein 
auf ein Gebäude eines Mitspielers setzen, wenn das Gebäude und 
die daran grenzenden Landschaftsplättchen noch nicht den Wert 6
überschritten haben. Verkauft ein Spieler ein Gebäude mit einem 
Condenstein, erhält der Besitzer des Condensteins ebenfalls die 
Duplonen des Landschaftswertes - aber nicht des Gebäudewertes.

Letztlich kann der Spieler auch wählen, die Spezialfunktion seiner 
Karte zu nutzen. Die Spielkarten mit den Werten 1 - 4 setzen Plagestein
ein oder versetzen diese. Die Spielkarte 6 gibt die Möglichkeit, bei 
einem Mitspieler eine seiner Karten zu ziehen und diese gegen eine
eigene auszutauschen. 

Es gibt die Plagen : Gifttrank, Ratte, Hauschrecke, Ruine
Jede Karte kann nur auf bestimmte Landschaftskärtchen platziert werden 
und beeinflusst die Landschaftswertung.

Der Gifttrank macht Weinberg- oder Seeplättchen ungültig und schneidet
damit auch angrenzende Kärtchen ab. Die Ratte halbiert Landschaftswerte;
die Heuschrecke kann nur auf Acker- Wald- oder Weideplättchen gelegt 
werden und wird wie der Gifttrank und eine Ruine macht das Gebäude_
plättchen wertlos.

Am Ende einer jeden Runde erhält jeder Spieler 2 Dublonen, wenn er 
im Besitz von Landschaften mit einem Wert mit 7 oder mehr ist.
Ein daraufstehender Conde erhält noch 1 Dublone. 
Dublonen werden hinter einem Sichtschirm geheim gehalten.

Sobald alle Plättchen gelegt wurden, gewinnt der Spieler, der die 
meisten Dublonen erwirtschaften konnte.
 

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Dieses Spiel habe ich schon lange auf dem Tisch liegen. 
Die Rezension fiel mir diesmal besonders schwer und wir mussten mehrere 
Testrunden spielen, um uns überhaupt einen Eindruck zu verschaffen. 
Von "Liebe auf den ersten Blick" kann leider nicht gesprochen werden. 
Ganz im Gegenteil, jedes Spiel musste durch die zwar ausführliche und 
fehlerfreie - aber auch komplexe Spielanleitung erarbeitet werden. 

Wenn einer Spielanleitung eine Kurzspielanleitung beiliegt - wie es hier 
der Fall ist - finde ich das gut. Wenn auf der Rückseite der Kurzspielanleitung
aber 12 Fragen und Antworten zu besonderen Spielsituationen erklärt werden, 
kräuselt sich mein schwaches Haupthaar. Sogleich bekommt man den Eindruck
von nervenaufreibenden Nachleseaktionen während des Spiels und genau so 
kam es. 

Aber letztlich bleibt der Eindruck, dass es zwar ein gutes Spiel, der 
Funke für einen hohen Wiederspielreiz aber leider nicht übergesprungen ist. 
Und dies liegt hauptsächlich daran, dass das Verhältnis zwischen Spielspass
und Komplexität ungünstig erscheint. Dies ist selbstverständlich nur ein 
persönlicher Eindruck und es gibt bestimmt viele Spieler, die dies genau 
anders sehen. Die gerade solche Spiele insbesondere mögen.
Die Spiele mögen, die viele Möglichkeiten, viele taktische Scharmützel
und komplexe Spielsituationen lieben. 

Wir lieben dies eben nicht und somit kam auch nur eine mittelmäßige
Bewertung zustande. Also kein reines Familienspiel - eher etwas für 
hartgesottene Taktikspieler, die gerne mathematische Dublonen- wahrscheinlichkeiten geschickt umsetzen möchten. 


 

Einzelbewertung
Noten
1=sehr schlecht bis 10=sehr gut

Mariola
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Wolfgang
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Monika
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Michael
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

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Weitere Infos zum Spiel erhalten Sie über Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/20243