Einleitung
1963 erschien in den USA ein unscheinbares Büchlein mit dem schlichten
Titel "Abbott´s New Card Games", das eine unauslöschbare
Spur in der Welt der Spiele hinterließ. Ein junger Computerexperte, der
in seiner Freizeit Spiele erfand, hatte es verfasst.
Das Buch enthielt dabei lediglich die Regeln zu acht neuen Kartenspielen
(und im Anhang noch die zu einer modernen Schach-Variante). Diese
Kartenspiele waren aber nun wirklich ganz neu und nicht bloßer
Abklatsch von bekannten und längst verbreiteten Spielen. Die deutsche
Ausgabe des Büchleins hieß dann auch völlig zurecht
"Kartenspiele als Kunst", denn sein Autor Robert Abbott hatte
hier das Erfinden von Spielen tatsächlich wie ein großer Künstler
betrieben.
Das Spiel SABOTAGE ist eine "Auskopplung" aus Abbotts
inzwischen legendärem Buch. Im Original hieß das Spiel noch LEOPARD.
Übersetzer Willi Hochkeppel verpaßte ihm in der deutschen Ausgabe den
Namen SABBOTT. Das Sabotage-Thema aber war schon da.
Abbott beginnt den Abschnitt über LEOPARD in seinem Buch mit der Frage
"Have you ever wanted to be a saboteur?" Es ist sicher eines
der originellsten und spannendsten Kartenspiele für zwei Personen, die
jemals erfunden wurden.
Allein die besondere, speziell auf das Spiel zugeschnittene Gestaltung
der Karten und die Ausstattung mit kleinen Spielplänen, was ebenfalls
die Spielbarkeit noch verbessert, unterscheidet diese Ausgabe vom
Original. Die Regeln dagegen hatten keine Überarbeitung nötig.
( Text direkt von der Verlagsseite übernommen : Franjos
Spieleverlag )Das Spiel
Dieses Spiel ist ein typisches 2 Personen Spiel. Zwei Spielpläne mit 3
x 3 großen Feldern, stehen zur Verfügung. Jeder Spieler erhält einen
der Spielpläne, die das Dach eines Fabrikgebäudes zeigen. Die 3 x 3
Felder sind mit Buchstaben von A bis I gekennzeichnet. Weiterhin gibt es
Spielkarten, die ebenfalls diese Buchstaben zeigen,
in vier verschiedene Farben. Spielkarten mit zum Beispiel dem Buchstaben
A, dürfen auch nur auf das Feld A des eigenen oder gegnerischen
Spielplans gelegt werden.
Nun erhält jeder Spieler zu Anfang acht Karten auf die Hand. Wer an der
Reihe ist, nimmt eine Karte vom Talon und legt eine Karte wieder ab -
und zwar :
- entweder auf den Ablagestapel
- oder auf das entsprechende freie Feld seines Spielplanes
- oder auf das entsprechende freie Feld des gegnerischen
Spielplanes.
Sonderkarten versüßen das Leben. So gibt es einen Joker, der auf ein
beliebiges Feld gelegt werden kann; Schraubenschlüssel, Demotagekarten
und Sabotagekarten, die Karten vom Spielfeld wieder entfernen. Dabei ist
zu beachten, dass nicht alle Karten auch für das gegnerische Spielfeld
genutzt werden können.
Mit Sabotagekarten darf man auch im gegnerischen Spielplan Karten
entfernen, Demotagekarten bewirken das gleiche - aber nur im eigenen
Spielplan.
Ziel des Spiels ist es, mindestens fünf Punkte zu erreichen. Dabei
zählen die Reihen waagrecht, senkrecht oder diagonal zwei Punkte, wenn
alle dort liegenden Karten eine Farbe haben. Liegen dort Karten mit rot
und orange oder mit blau und lila, gibt es immerhin noch einen Punkt
für die Reihe.
Wer fünf Punkte hat, darf "Schlussmachen" wenn er wieder an
der Reihe ist.
Dafür bekommt er aber noch einen Punkt von seinem Ergebnis abgezogen.
Dann bewerten beide Spieler Ihre ereichten Punkte, die notiert werden.
Für Ergebnisse, die über 5 Punkte liegen, gibt es Bonuspunkte.
Wer nach vier Partien die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.
Bewertung :
Sabotage ist ein gemeines Spiel. Ich gebe aber zu, es macht auch Spaß,
dem Gegner für ihn ungünstige Karten auf dessen Spielplan zu legen,
oder mit Sabotagekarten wertvolle Karten zu entfernen. Weniger Spaß
macht es, dass der Gegner die gleichen Rechte besitzt. Wer kein Problem
damit besitzt, Spiele mit häufiger Konfrontation zu spielen, hat mit
diesem Spiel einen guten Griff getan.
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