Luxor

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Autor : Gunter Baars

luxor.jpg (8128 Byte)

Verlag : Ravensburger Spieleverlag 
Spieler : 2 - 4 Spieler
Alter : ab 9 Jahren
Dauer : ca. 30 - 45 Minuten

Einleitung 

4 Forscherteams haben sich durch die verwinkelten Gänge des Tempels gekämpft und endlich die große Grabkammer erreicht. Dort stehen vor einer zerfallenen Hieroglyphenwand 21 Sarkophage vor 7 Säulen, auf denen rätselhafte Zeichnungen von Tieren zu sehen sind. Wer den Forschern hilft, diese Wand aufzubauen, erfährt den Inhalt der Sarkophagen. 

Das Spiel 

Es bleibt nicht aus, diese Rezension mit der Spielausstattung zu beginnen.
Eine große Wand, die mit 10 x 8 kleinen Fenstern durchlöchert ist, wird aufgebaut. Dazu ist in der Spielschachtel eine Vertiefung vorgesehen, um diese Wand einzusetzen. Weiterhin befinden sich Vertiefungen für Forscher, Tiersäulen und Sarkophagen. Es gibt sieben Tiersäulen, vor denen jeweils drei in der Wertigkeit unterschiedliche Sarkophage stehen.

Auf jedem Fall ergibt sich ein wunderschönes Bild, sobald alle Teile aufgebaut wurden. 
Die Wand hat oben 8 Einlässe, in die Hieroglyphenkärtchen eingeschoben werden können. Dieses Prinzip ist uns von 4 gewinnt schon bekannt.  Allerdings sind die Hieroglyphenkärtchen mit zwei Tierzeichen versehen 
( also rechteckig ) , und sie belegen dadurch zwei Fenster der Wand - nicht wie bei 4 gewinnt : ein Chip belegt ein Feld. 

Ergibt das neu eingeworfene Hieroglyphenkärtchen zwei Tiere, die in unmittelbarer Nachbarschaft in der Wand erkennbar sind, werden Aktionen ausgelöst. Schauen die Tiere in die gleiche Richtung, darf ein Forscher vor einen Sarkophage gestellt werden, und zwar vor den gleichen Sarkophag, wie das doppelte Tierbild zeigt. Außerdem wird dort zusätzlich ein Skarabäus abgelegt. Stand dort vorher ein andere Forscher, wird dieser  dem Gegenspieler zurück gegeben. Schauen die Tiere in verschiedene Richtungen, kann nur dann ein Forscher gestellt werden, wenn vorher noch keiner dort stand. 

Sind drei Skarabäus vor einem Sarkophag, darf sich der Spieler den vordersten Sarkophag nehmen, dessen Forscher davor steht. Der erste Sarkophag ist von der Wertigkeit niedriger als der zweite und schließlich dritte Sarkophag.

Erwartungsgemäß gibt es Kombinationen von mehreren Tieren. Dies wird durch den geschickten Einsatz der Hieroglyphenkärtchen erreicht. Davon besitzt der Spieler immer drei Stück. Sobald er eines in die Wand einschob, nimmt er sich von einem verdeckten Stapel ein neues. Sobald die Wand vollständig gefüllt ist, ist das Spiel fast zu Ende.

Jetzt dürfen die Spieler noch Skarabäen verschieben, um die letzten Sarkophage zu öffnen. Nun addieren die Spieler die Punkte der Sarkophage. Zusätzlich kann der Spieler sieben Punkte erreichen, wenn ein am Anfang des Spiels ausgeteiltes Pharaonenkärtchen das Tier zeigt, bei dem auch ein eigener Forscher steht. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Weiterhin werden noch zwei Varianten des Spiels angeboten. 

Bewertung : 

Die Spielausstattung ist, wie bei Ravensburger gewohnt - ausgezeichnet. Allerdings
sind nicht für jedes Teil optimale Schachteleinsätze vorgesehen. Die Spielanleitung ist gut, lässt aber auch wenige Fragen offen.


Bei der Regellektüre waren wir zuerst skeptisch. Aber als wir Luxor gespielt hatten, waren wir auch sehr angetan. Ob eine wenigspielende Familie mit der Spielregel klarkommt, weiß ich nicht. (Die Regel ist nicht schlecht, aber einige Dinge, die vielen Begriffe, sind gewöhnungsbedürftig für "Laien".)

Aber das Spiel sieht nicht nur witzig aus, es macht auch richtig Spaß!

Berthold Hess