Einleitung
4 Forscherteams haben
sich durch die verwinkelten Gänge des Tempels gekämpft und
endlich die große Grabkammer erreicht. Dort stehen vor einer
zerfallenen Hieroglyphenwand 21 Sarkophage vor 7 Säulen, auf
denen rätselhafte Zeichnungen von Tieren zu sehen sind. Wer den
Forschern hilft, diese Wand aufzubauen, erfährt den Inhalt der
Sarkophagen.
Das Spiel
Es bleibt nicht aus, diese Rezension mit der Spielausstattung zu
beginnen.
Eine große Wand, die mit 10 x 8 kleinen Fenstern durchlöchert
ist, wird aufgebaut. Dazu ist in der Spielschachtel eine
Vertiefung vorgesehen, um diese Wand einzusetzen. Weiterhin
befinden sich Vertiefungen für Forscher, Tiersäulen und
Sarkophagen. Es gibt sieben Tiersäulen, vor denen jeweils drei
in der Wertigkeit unterschiedliche Sarkophage stehen.
Auf jedem Fall ergibt sich ein wunderschönes Bild, sobald alle
Teile aufgebaut wurden.
Die Wand hat oben 8 Einlässe, in die Hieroglyphenkärtchen
eingeschoben werden können. Dieses Prinzip ist uns von 4
gewinnt schon bekannt. Allerdings sind die
Hieroglyphenkärtchen mit zwei Tierzeichen versehen
( also rechteckig ) , und sie belegen dadurch zwei Fenster der
Wand - nicht wie bei 4 gewinnt : ein Chip belegt ein Feld.
Ergibt das neu eingeworfene Hieroglyphenkärtchen zwei Tiere,
die in unmittelbarer Nachbarschaft in der Wand erkennbar sind,
werden Aktionen ausgelöst. Schauen die Tiere in die gleiche
Richtung, darf ein Forscher vor einen Sarkophage gestellt
werden, und zwar vor den gleichen Sarkophag, wie das doppelte Tierbild zeigt. Außerdem wird dort zusätzlich
ein Skarabäus abgelegt. Stand dort vorher ein andere Forscher,
wird dieser dem Gegenspieler zurück gegeben. Schauen die
Tiere in verschiedene Richtungen, kann nur dann ein Forscher
gestellt werden, wenn vorher noch keiner dort stand.
Sind drei Skarabäus vor einem Sarkophag, darf sich der Spieler
den vordersten Sarkophag nehmen, dessen Forscher davor steht.
Der erste Sarkophag ist von der Wertigkeit niedriger als der
zweite und schließlich dritte Sarkophag.
Erwartungsgemäß gibt es Kombinationen von mehreren Tieren.
Dies wird durch den geschickten Einsatz der
Hieroglyphenkärtchen erreicht. Davon besitzt der Spieler immer
drei Stück. Sobald er eines in die Wand einschob, nimmt er sich
von einem verdeckten Stapel ein neues. Sobald die Wand
vollständig gefüllt ist, ist das Spiel fast zu Ende.
Jetzt
dürfen die Spieler noch Skarabäen verschieben, um die letzten
Sarkophage zu öffnen. Nun addieren die Spieler die Punkte der
Sarkophage. Zusätzlich kann der Spieler sieben Punkte
erreichen, wenn ein am Anfang des Spiels ausgeteiltes
Pharaonenkärtchen das Tier zeigt, bei dem auch ein eigener
Forscher steht. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das
Spiel. Weiterhin werden noch zwei Varianten des Spiels
angeboten.
Bewertung :
Die Spielausstattung ist, wie bei Ravensburger
gewohnt - ausgezeichnet. Allerdings
sind nicht für jedes Teil optimale Schachteleinsätze vorgesehen. Die Spielanleitung ist gut, lässt aber
auch wenige Fragen offen.
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| Bei
der Regellektüre waren wir zuerst skeptisch. Aber als wir Luxor
gespielt hatten, waren wir auch sehr angetan. Ob eine wenigspielende
Familie mit der Spielregel klarkommt, weiß ich nicht. (Die Regel ist
nicht schlecht, aber einige Dinge, die vielen Begriffe, sind gewöhnungsbedürftig
für "Laien".)
Aber das Spiel sieht nicht nur witzig
aus, es macht auch richtig Spaß!
Berthold Hess
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