Heckmeck am Bratwurmeck                   zurück zur Übersicht

 
Autor : Reiner Knizia

Verlag : Zoch-Verlag
Spieler : 2 - 7 Spieler
Alter : ab 8 Jahre
Dauer : ca. 20 - 30 Minuten
Bewertung nach Schulnoten
Spielreiz Interaktion Komplexität Spielzeit Anleitung Material Note

  
Einleitung

 
In der Spielmitte warten auf dem „Grill“ in der Tischmitte 16 unterschiedlich wertvolle Portionen „Bratwürmer“ darauf, von den würfelnden Hühnern ergattert zu werden. Dazu pickt ein Spieler identische Würfelsymbole aus seinem Wurf heraus und würfelt mit den verbliebenen Würfeln weiter. Erreichen seine herausgepickten Würfel den Wert einer ausliegenden „Bratwurmportion“, kann er diese nehmen. Nicht nur vom „Grill“ darf man sich dabei bedienen, sondern auch von den Vorräten seiner Mithühner…
HECKMECK AM BRATWURMECK ist ein lecker-lockeres Würfelspiel für schlaue Vögel, die den „Bratwurm“ gerochen haben.
( Pressetext und Bilder von der Seite vom Zoch-Verlag )

Spielausstattung

16 Bratwurm-Portionen
8 Spezialwürfel



Das Spiel

16 Bratwurm-Portionen in Form von schönen Majongsteinen liegen nach
Wertigkeit sortiert in der Tischmitte. Wer an der Reihe ist, erhält die acht
Würfel. Dieser Spieler würfelt mit allen acht Würfeln und nimmt dann 
aus seinem Wurf alle Würfel eines identischen Würfelsymbols und legt diese Würfel zur Seite. Mit den restlichen Würfel kann er erneut würfeln und dann 
ebenso verfahren. Allerdings darf er schon raus gelegte Würfelsymbole
nicht noch einmal rauslegen. Ein kleines Beispiel : Im ersten Wurf legt 
der Spieler zwei Würfel mit der Augenzahl 5 heraus. Im zweiten Würfelwurf, 
darf er nun keine Würfel mit der Augenzahl 5 mehr rauslegen. 

Doch damit nicht genug : auf einer Würfelseite ist ein Wurm abgebildet. 
Er zählt ebenfalls fünf Augen. Damit ein Wurf aber überhaupt gewertet 
werden kann, muss mindestens ein Wurm herausgelegt worden sein. 
 
Jederzeit kann ein Spieler aufhören zu würfeln. 
Es werden die Würfelaugen und Würmer ( 5 Augen ) zusammengezählt. 
Dann nimmt der Spieler die ausliegende Bratwurm-Portion aus der 
Tischmitte, mit der gleichen Zahl, die als Würfelsumme erreicht wurde. 
 
Wieder ein kleines Beispiel : Der Spieler hat sechs Würfel mit dem 
Ergebnis : Wurm, Wurm, 5, 4, 4 erwürfelt und hört freiwillig auf. 
Er nimmt sich den Stein mit der Zahl 23. 

Liegt kein Stein mit der erwürfelten Zahl mehr in der Tischmitte, kann 
der Spieler auch einen Stein mit einer niedrigeren Zahl aus der Tischmitte
nehmen.

Alle erworbenen Steine legt er als Stapel vor sich ab. Der zuletzt erworbene
Stein liegt zuoberst. Dies ist wichtig, da auch von den Mitspielern Steine 
erworben werden können, aber immer nur der zuoberst liegenden. 

Leider kommt es auch vor, dass der Spieler einen Fehlversuch hat : 

- Er konnte keine Wurm würfeln
- Es liegt kein Stein mehr in der Tischmitte mit dem Würfelergebnis
- Es liegt kein Stein mit einer niedrigeren Zahl als das Würfelergebnis 
  in der Tischmitte
- Es liegt kein Stein zuoberst bei den Mitspielern, der erworben werden kann
- Der Spieler würfelt nur noch Würfelsymbole, die er schon rauslegte

Das ist nicht gut. Nicht nur, dass der Spieler dann keine Bratwurm-Portion 
erhält, er muss auch noch seine zuoberst liegende eigene Bratwurm-Portion 
zurück in die Tischmitte legen. Danach wird noch die höchste ausliegende
Bratwurm-Portion in der Tischmitte umgedreht. War der eigene zurückgegebne
Stein die höchste Bratwurm-Portion, wird sie allerdings nicht umgedreht. 

Das Spiel endet, sobald keine Bratwurm-Portionen oder nur noch umgedrehte
Bratwurm-Portionen in der Tischmitte liegen. 

Nun zählt jeder Spieler seine gewonnenen Bratwürmer. 
Auf jedem Stein sind - je nach Höhe des Wertes - 1 bis 4 Bratwürmer 
abgebildet. Je höher der Wert, je mehr Bratwürmer. Wer dann die 
meisten Bratwürmer erreichen konnte, gewinnt das Spiel. Bei Gleichstand
gewinnt der Spieler, mit dem höchsten Bratwurm-Portionen-Wert. 

Spielbewertung
 
Ein "Zocker-Spiel" hoher Qualität. Einmal mit sehr schöner Ausstattung 
und einmal mit sehr hohem Wiederspielreiz. Ein reines Glückspiel, dass 
kleinere taktische Überlegungen zulässt. Nicht immer legt man den höchsten 
Würfel heraus. Wenn zum Beispiel der Spieler mit seinem ersten Wurf : 
Wurm, 5, 4, 3, 3, 3, 2, 1 gewürfelt hat, kann er auch folgendes überlegen : 

- Ich lege weder Wurm noch 5 heraus, weil ich dadurch mir diese Werte 
  für nachfolgende Würfe verbaue und nur jeweils ein Würfel ausliegt. 
- Die 4 wäre eine gute Möglichkeit, da ich dann im zweiten Wurf noch
  7 Würfel zur Verfügung habe, aber auch die 4er wären dann verbaut.
- Die 3 kommt nicht in Frage, weil ich gleich drei Würfel rauslegen muss 
  und dann nur noch 5 Würfel für den zweiten Wurf habe. 

Der Spieler nimmt die 2 und würfelt mit 7 Würfel in der zweiten Runde. 

Aber letztlich können alle diese Gedanken wieder falsch sein. Die nachfolgenden
Würfe müssen es entscheiden. Weiterhin kann der Spieler überlegen, eine
erreichte Würfelsumme dazu zu verwenden, eine Bratwurm-Portion eines 
Mitspielers abzunehmen oder weiter zu würfeln, um ein höheres Ergebnis 
zu erreichen. 
 
Also hier und da wird überlegt und dies macht den Spielreiz aus. 

Das Spiel ist auch gut für zwei Personen spielbar und wie für Erwachsene
unter sich, Kinder ab 8 Jahre unter sich und Erwachsene mit Kindern gleichermaßen spannend. Dazu kommt, dass man mit einem empfohlenen 
Verkaufspreis von 10,00 Euro ein sehr gutes Spiel bekommt.

Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/18639