Hansa

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sehr gut .. .......... .. schlecht
  Anteil Note Bewertung

Spielspass

          
Spielreiz 30 % 0,60
Einfluss 15 % 0,30
Interaktion  8 % 0,24
Komplexität  4 % 0,04
Spielzeit 2 % 0,02
Wartezeit 1 % 0,02
  

60 %

  1,22

Spielanleitung

        
Spielanleitung  20 % 0,20
    20 %   0,20

Spielausstattung

     
Material 10 % 0,20
Hilfsmittel 7 % 0,07
Spielkasten 3 % 0,09
   20 %   0,36

Gesamtnote

    1,78

  
Bild von 'Hansa'

Autor :
Michael Schacht
Verlag :
Abacus Spiele
Spieler : 
2 - 4 Spieler
Alter : 
ab 10 Jahre
Spieldauer : 
ca. 60 Min.
  
Einleitung
 

 
Die Spieler wetteifern um die Vorherrschaft in den Hansestädten des 
14. Jahrhunderts. Sie durchqueren mit einem Handelsschiff die Ostsee, immer 
auf der Suche nach günstigen Gelegenheiten wertvolle Waren zu erwerben. 
Dabei bauen sie in den Städten ein Netz von Marktständen auf. Diese 
ermöglichen es Waren wieder rechtzeitig zu verkaufen und den Einfluss weiter 
zu vergrößern. 

Spielausstattung :

78 Warenmarken ( je 4 x 1 Fass, 5 x 2 Fässer und 4 x 3 Fässer in sechs Farben )
4 Geldsäcke
1 Handelsschiff
60 Marktstände ( je 15 in den Spielerfarben )
22 Taler
   
Das Spiel
 
Der Spielplan zeigt die Ostsee mit neun bedeutenden Hansestädten. 
Die Städte sind durch dunkelblaue Handelsrouten verbunden, auf denen 
das Handelsschiff immer in Richtung der Richtungspfeile fährt. 

Jede Hansestadt hat ein oder zwei runde Felder, auf denen Warenmarken
abgelegt werden, die zufällig darauf verteilt wurden. Die Warenmarken 
unterscheiden sich in der Farbe und in der Anzahl Fässern, die darauf 
abgebildet sind. 

Zu Startbeginn steht das Handelsschiff in Kopenhagen.

Wer an der Reihe ist, nimmt zuerst einmal sein Einkommen : drei Taler.
Danach kann er freie Warenmarkenfelder mit neuen Warenmarken auffüllen. 
Dies kostet einen Taler. 

Drei verschiedene Aktionen stehen anschließend zur Verfügung : 
- Kauf von Waren
- Marktstände errichten
- Verkauf von Waren

In jeder Stadt ist aber nur eine Aktion möglich. 
Somit muss der Spieler, um mehrere Aktionen ausführen zu können, 
mit dem Handelsschiff von Stadt zu Stadt reisen, um mehrere Aktionen 
ausführen zu können. Jede Schiffsreise von einer zu einer anderen Stadt 
kostet jeweils einen Taler. 
 
Zu Anfang konnten die Spieler jeweils zwei Marktstände ( runde Holzscheiben )
in drei verschiedenen Städten verteilen. Wer in einer Stadt mehr Marktstände
besitzt, als seine Gegenspieler, erhält dort eine Warenmarke umsonst. 
Da in manchen Städten zwei Warenmarken zur Verfügung stehen, kann sich 
der Spieler eine der Warenmarken aussuchen. 

Hat ein Spieler weniger Marktstände in einer Stadt, zahlt er für die 
Warenmarke einen Taler, den der Spieler erhält, der die meisten Marktstände
in dieser Stadt besitzt. 
 
Natürlich kann der Spieler auch Vorsorge treffen und seine Anzahl Marktstände
in einer Stadt erhöhen. Dazu setzt er gekaufte und offen vor sich liegende 
Warenmarken ein. Pro abgebildetes Fass auf einer Warenmarke darf er einen 
Marktstand in die Stadt zusätzlich aufstellen. Die Warenmarke gibt er dazu in 
den Vorrat ab. 

Warenmarken können aber auch noch anders eingesetzt werden. 
Man erhält für jede verkaufte Warenmarke Siegpunkte. 
Um Warenmarken verkaufen zu können, müssen davon zwei in der gleichen 
Farbe vor dem Spieler offen liegen und  er muss mit dem Schiff in eine Stadt 
gefahren sein, in der er mindestens einen Marktstand besitzt. Die zwei 
Marken werden umgedreht und ein Marktstand des Spielers in dieser Stadt 
wird abgebaut. Dies wird auch gemacht, wenn der Spieler mehrere 
Warenmarken gleichzeitig verkauft. 

Ganz schlimm für die Spieler, die ebenfalls Warenmarken in der Farbe besitzen, 
wie gerade verkauft wurden. Dann verlieren diese Spieler jeweils eine 
Marke in dieser Farbe. 

Warenmarken benötigt man einerseits um Siegpunkte zu erzielen und 
andererseits um Marktstände zu errichten. Wer nie Marktstände baut, 
dem wird es außerdem im Spiel zunehmend schwerer fallen, Waren 
zu verkaufen. Außerdem wird er keine Möglichkeiten haben, Waren kostenlos zu 
erwerben. 


Damit kein Spieler Taler- und Warenansammlungen veranstaltet, kommt 
am Ende seiner Runde für jeden Spieler der Fiskus. Wer mehr als drei Taler 
oder drei Warenmarken besitzt, muss überzähliges abgeben. 

Werden die letzten Warenmarken verteilt, ist das Spiel zu Ende. 
Nun zählt jeder Spieler : 
- 1 Siegpunkt für jede nicht verkaufte - offen liegende - Warenmarke
- 1 Siegpunkt für jede verkaufte - umgedrehte - Warenmarke, plus 
   jeweils einen Siegpunkt für jedes Fass auf diesen Marken. 
- 2 Siegpunkte für jede Stadt mit eigenen Marktstände 
- 4Siegpunkte für jede Stadt, in der nur eigene Marktstände stehen.

Wer dann die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt das Spiel. 

 
Spielbewertung 

"Hansa" hat allen Testspielern gut gefallen. 
Michael Schacht hat erneut bewiesen, dass er ein feines Gespür
dafür besitzt, was ein gutes Spiel ausmacht.
Die wenigen Taler, die in jeder Runde zur Verfügung stehen, müssen
klug eingesetzt werden, um später die Nase vorn zu haben.
Taktische Anforderungen kommen aber hauptsächlich beim Spiel
zu zweit zur Geltung.

Wie Einstein hat auch Michael Schacht offensichtlich eine wirksame
Formel gefunden :
einfaches Spielprinzip + neuartige Spielelemente  = Spielspass.
Somit reiht sich "Hansa" nahtlos mit "Paris Paris" und "Coloretto"
in die Erfolgsserie ein.



Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/15613