Halali  !

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Autor : Rudi Hoffmann

halali.jpg (12793 Byte)

Verlag : Kosmos Verlag
Spieler : 2 Spieler
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 40 Minuten


Das Spiel
 

Bei diesem Spiel gilt es Beute zu machen. Ein Spielplan mit 49 Feldern wird mit 48 Kärtchen verdeckt belegt; das Mittelfeld bleibt leer. Von den Kärtchen gibt es  : Bären, Füchse, Holzfäller, Jäger, Enten, Fasane und Bäume. Wer an der Reihe ist, deckt eines der Kärtchen auf oder bewegt eines der offenliegenden Kärtchen. Gerade umgedrehte Kärtchen dürfen nicht sofort von nächsten Spieler bewegt werden. Außer Bäume, die sich natürlich nicht bewegen dürfen, können die Kärtchen waagrecht oder senkrecht über freie Felder bewegt werden. Der Bär und der Holzfäller kommen nur ein Feld voran; die anderen Kärtchen beliebig weit - bis sie auf ein Kärtchen kommen, dass geschlagen werden kann. Bär und Fuchs dürfen jeweils nur von dem "Tierspieler" , Holzfäller und Jäger vom anderen Spieler bewegt werden. Fasane und Enten stehen beiden Spielern zur Verfügung.  

Der Bär schlägt Jäger und Holzfäller; der Fuchs schlägt Fasan und Ente; der Holzfäller schlägt Bäume und der Jäger schlägt alle Tiere. Der Jäger darf ein Tier nur dann schlagen, wenn er in die gleiche Richtung zieht in die auch sein Gewehr zeigt. Aus diesem Grund dürfen die Kärtchen nach dem Aufdecken auch nicht die Ausrichtung verändern. Fasanen und Enten sind eher damit beschäftigt zu blockieren oder sich in Sicherheit zu bringen. Geschlagene Kärtchen legt der Spieler offen vor sich hin und erhält am Ende des Spiels dafür Punkte. Während der Bär stattliche 10 Punkte bringt, werden für Fuchs, Holfäller und Jäger fünf Punkte notiert. Fasane bringen drei Punkte; Enten und Bäume jeweils zwei Punkte. 

Strategische Überlegungen können in diesem Spiel weitgehend vergessen werden. Im taktischen Bereich gibt es allerdings einiges zu tun. Da nur noch fünf Runden gespielt werden, sobald alle Kärtchen aufgedeckt sind, wird der führende Spieler eher versuchen durch Aufdecken von Kärtchen das Spiel zu beenden, während der zurückliegende Spieler mehr Kärtchen in günstigere Positionen bringen will. Ein Kärtchen in freier Schussrichtung des Jägers aufzudecken, birgt für den "Tierspieler" die Gefahr, sofort einen Bären zu verlieren, wenn er einen solchen aufdeckt. Kärtchen werden in Ihrer Bewegung durch Bäume blockiert. Das gleiche Ziel erreicht man aber auch, indem Kärtchen bewusst so bewegt werden. 

So kann so mancher Jäger wenig für sein Ziel ausrichten, wenn seine Schussrichtung auf einen nebenanliegenden Baum zeigt und Enten, Fasane oder Füchse sich lustig um ihn herumgruppieren. Und kann ein Jäger einen Fasan schlagen, nutzt dies ebenfalls wenig, wenn neben dem Fasan ein Bär steht. Der Jäger kann zwar zwei Punkte erzielen, doch der Bär schlägt danach den Jäger und bringt dem anderen Spieler dadurch fünf Punkte ein. Da es nicht erlaubt ist, eine Bewegung im nächsten Zug in Gegenrichtung auf das gleiche Feld auszuführen, muss jeder Zug gut überlegt sein. Gegen Ende des Spiels ist es sinnvoll, seine Kärtchen in die Nähe einer der vier Ausgänge des Waldes zu bringen. Wer dort Kärtchen "herausschiebt" darf sie ebenfalls offen vor sich legen und zu seinen Punkten zählen. Geschickte Spieler versuchen dadurch auch Ausgänge für den Gegenspieler zu versperren.

Bewertung : 

Halali ist ein schönes Spiel. Wer bereit ist, Glückselemente in einem Spiel zu akzeptieren, ist mit diesem Spiel gut bedient. Gerechter Weise sollten immer zwei Partien mit vertauschten Rollen gespielt werden  Die schöne Grafik und der spannende Spielverlauf  lassen bei diesem Spiel keine Wünsche offen.