Der Herr der Ringe                       zurück zur Übersicht
Die Gefährten 

Autor : Reiner Knizia 
Verlag : Ravensburger 
ab 9 Jahre 
2 oder 4 Spieler 
ca. 45 Minute
Schulnoten :  6 5 4 3 2 1
Spielreiz             
Spielmaterial             
Spielanleitung             
Für 2 Spieler             
Hinweis zum Schulnoten System >
 
Das fantastische Kartenspiel von Erfolgsautor Reiner Knizia zum einzigartigen 
Filmerlebnis. Lernen Sie spielend die Welt von Mittelerde, die Helden und ihre 
Widersacher kennen. Sie nutzen Taktik und Kartenglück, um an den Orten des 
Geschehens möglichst viele Punkte zu sammeln. 
  

Spielmaterial 

 
88 Spielkarten
10 Ortskarten
  6 Ringplättchen
30 Erfolgschips 

    

Spielverlauf

 
Ravensburger schließt sich nahtlos an die "Herr der Ringe" an und konnte 
dafür einen Autor finden, der mit Rainer Knizia darin offensichtlich Erfahrung hat. 
 
10 Orte gilt es zu erobern. Alle 10 Orte bringen unterschiedlich viele Punkte ein. 
Um Punkte zu erringen, stehen Spielkarten zur Verfügung, die Zahlen von 0, 1 bis 5 
zeigen. Jeder der zwei bis vier Spieler hat die gleiche Anzahl an Karten mit der gleichen Wertigkeit vor sich liegen. Um den jeweils aktuellen Ort werden nun Karten ausgelegt. Dabei darf der Spieler mehrere 1er Karten oder eine Karte zwischen 
2 und 5 legen. Zusätzlich darf er eine 0 Karte legen. 10 Karten können um einen 
Ort gespielt werden. Dann wird abgerechnet. Wer die größte Summe erzielen konnte, erhält auch für diesen Ort die meisten Punkte. Danach darf der Spieler den nächsten Ort an die ausliegenden Karten anlegen, der die letzte Karte an den vorherigen Ort anlegte. Es gibt weiße Orte und schwarze Orte. An weiße Orte können nur Karten auf freie Plätze gelegt werden. An schwarze Orte dürfen auch Karten auf gegnerische Karten gelegt werden, wenn diese höherwertig sind. Dies gilt allerdings nicht für Karten mit der Zahl 3, die mit einem Ring gekennzeichnet sind. Diese Karten sind geschützt. Weiterhin kann man an einigen Orten Ringe erobern. Diese ergeben Sonderaktionen, wenn Sie zusammen mit einer Karte gespielt werden. Dazu wird der Ring auf diese Karte gelegt. Diese Karte ist dann ebenfalls zusätzlich geschützt. Jedem Spieler steht noch 
eine Nazzgül Karte zur Verfügung, die eine gegnerische Karte vernichten kann. 
 
Ist der 10. Ort ausgelegt und beendet worden, ist das Spiel zu Ende. 

Wer dann die meisten Siegpunkte erzielen konnte, gewinnt das Spiel. 
 

Der Eindruck

 
Das Spiel selbst lässt sich sehr gut spielen und macht viel Spaß.
Die Spielkarten haben das Format von normalen Skatkarten. Damit ist 
allerdings auch der Nachteil verbunden, dass die Spielfläche unwahrscheinlich 
schnell anwächst, so schnell, dass die Tischgröße wohl nur für Giganten - Tische 
gedacht sein kann. Wir haben es so gespielt, dass wir den ersten Ort so in die 
Tischmitte platzierten, dass unten und oben drei Reihen gelegt werden konnten.
Dann hat die natürliche Tischgrenze zusätzliche Überlegungen erfordert, da
dort keine Karten mehr angelegt werden konnten. 

Das Spiel ist nur mit guten Zügen zu gewinnen.
Über die Spielkarten selbst kann mach streiten. Die Fotos , mögen vielleicht schön aussehen, treffen aber nicht meinen Geschmack. Auch Karten im Patiencenformat hätten dem Spiel wohl besser zu Gesicht gestanden. Alles in allem : ein sehr gutes Spiel, dass aber offensichtlich von der Ausstattung her verbessert werden könnte.

Weiterhin ist zu bedenken, das Reiner Knizia mit Mehrheitsverhältnissen von 
Wertigkeiten keine wesentlichen neuen Spielideen einbrachte. Diese Art des 
Spiels und der Punkteverteilung ist uns schon von den Spielen Schottentotten
und Lost Cities wohl bekannt. 

Das Spiel ist gut zu zweit spielbar.