Der Garten des Sonnekönigs

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Autor : Günter Cornett 

Bild von 'Garten des Sonnenkönigs,Der'

Verlag : Noris Verlag
Spieler : 2 - 5 Spieler
Alter : ab 10 Jahren
Dauer : 45 Minuten 

   

     

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Einleitung 

Prachtentfaltung und hemmungslose Verschwendungssucht standen im Mittelpunkt des Lebens von Ludwig XIV., dem Sonnenkönig. Sein großer Palast in Versailles mit den zahlreichen Salons, Spiegeln, kunstvoll angelegten Terrassen und Springbrunnen wurden von ganz Europa bewundert. Viele Könige und Fürsten eiferten ihm nach, soweit es ihre Geldmittel (resp. die Ihrer Untertanen) zuließen.

So entschloss sich ein Graf - der Name bleibt ein Geheimnis - seinen Verwalter damit zu beauftragen, für ihn einen ebenso schönen Garten anzulegen, wie die Schönheit Versailles.
Der Verwalter erkannte seine Chance und teilte den Garten in 24 Felder, die er mehreren Gärtner anbot. Die Gärtner sollten für ihre Arbeit reich belohnt werden - der Verwalter natürlich noch mehr.
Am Ende waren der Graf bankrott, die Gärtner reich und der Verwalter noch reicher; so reich sogar, dass er dem Grafen den Garten abkaufen konnte.

Das Spiel 

Der Spielplan zeigt einen mit verschiedenen Projekten ausgestatteten Garten, der in 24 Felder unterteilt wurde. Manche Projekte, zum Beispiel eine Statue, beanspruchen nur zwei Felder des Gartens, während andere Projekte bis zu fünf Felder benötigen. Auf jedem Gartenfeld liegen Glassteine, die in drei verschiedenen Wertigkeiten vorhanden sind. Gelbe Glassteine haben den Wert 1, rote den Wert 2 und blaue Glassteine den Wert 3. Darf ein Spieler ein Feld bearbeiten, erhält er den äußersten Glasstein. Da ein Feld meistens gleichzeitig für verschiedene Projekte Gültigkeit hat, sind auf diesem Feld auch weitere Glassteine vorhanden und zwar pro zuständigem Projekt ein Glasstein.

Der Startspieler setzt zu Anfang zwei Spielfiguren auf ein beliebiges Gartenfeld. Die Figuren haben unterschiedliche Größen : die kleine Figur ist die Versteigerungsfigur und die große Figur ist der Verwalter. Nun bieten die Spieler Louisdors, von denen sie am Anfang 30 Stück erhalten haben. Pro Louisdor der geboten wurde, wird der Verwalter um ein Feld im Garten vorgesetzt. Danach wird er jeweils nur um den erhöhten Betrag vorgesetzt. Ein Beispiel : Es werden fünf Louisdor geboten; der Verwalter wird fünf Felder vorgesetzt. Danach werden sieben Louisdor geboten; der Verwalter wird noch um zwei Felder vorgesetzt.

Sobald das höchste Gebot ermittelt wurde, steht fest, welches Gartenfeld als nächstes versteigert wird. Das Gartenfeld, auf dem jetzt der Verwalter steht. Ist dies ein Feld, das schon versteigert wurde, gilt das nächste freie Feld. Zuerst erhält aber der Spieler mit dem höchsten Gebot das Gartenfeld zugeteilt, auf dem die Versteigerungsfigur steht. Dazu nimmt der Spieler einen seiner Holzwürfel und markiert damit das Feld. Dann nimmt er sich den äußersten Glasstein von diesem Feld. Wurde jetzt ein Projekt abgeschlossen, erhalten alle Besitzer der Felder dieses Projektes noch einmal einen Glasstein aus ihren Gartenfeldern. Dann kommt es zur Wertung : dazu zählen alle Spieler die Wertigkeit Ihre Glassteine und diese erhalten sie in Louisdor aus dem Vorrat ausgezahlt.
Die Glassteine bleiben aber im Besitz der Spieler! zählen also bei der nächsten Wertung wieder mit.
Da eine Bewertung immer nur nach Fertigstellung eines Projektes vollzogen wird, kann dies Liquiditätsengpässe bedeuten, wenn lange Zeit kein Projekt in Sicht ist. Danach wird die Versteigerungsfigur auf das Feld des Verwalters oder auf das nächste freie Feld gesetzt und die neue Versteigerungsrunde beginnt.

Bewertung : 

"Der Garten des Sonnenkönigs" hat mich vom ersten Spiel an überzeugt.
Bei diesem Spiel wird nicht nur eine Versteigerungssumme geboten, um ein bestimmtes Feld zu bekommen, sondern auch, um das nächste Versteigerungsfeld zu bestimmen. Dieses Spielelementläst eine Vielzahl an taktischen Überlegungen aufkommen. Ob dies das Ziel verfolgt, ein Projekt abschließen zu wollen, oder mit einer niedrigen Summe, dem Gegner ein attraktives nächstes Versteigerungsfeld zu offerieren, Spannung ist bei diesem Spiel jederzeit vorhanden. Da weder Würfel noch Spielkarten den Spielverlauf beeinflussen, kann man nur noch von dem Glückselement sprechen: dass der Gegenspieler einen Fehler macht.

Das Spiel ist sehr schön ausgestattet und sehr gut zu zweit spielbar.


 
Mehr Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/11221