Dungeonville                                                                 zurück zur Übersicht

Rezension von Peter Zanow
Autor : Mike Selinger, James Ernest

Bild von 'Dungeonville'

Verlag : Z-Games
Spieler : 2 - 5 Spieler
Bewertung nach Schulnoten
Spielreiz Interaktion Komplexität Spielzeit Anleitung Material Note

  
Einleitung

 
Munchkin-Fans aufgepasst: John Kovalic hat seine zeichnerischen
Fähigkeiten einem anderen Verlag zur Verfügung gestellt!!!
Nicht-Munchkin-Fans aufgepasst: Habt ihr Lust auf ein gemeines,
komplexeres Kartenspiel? Dann weiterlesen!!!

Spielausstattung

Viele, viele Karten!
Dann noch ein paar Pappcounter und 5 Spielfiguren.



Das Spiel

Dungeonville ist ein Spiel mit mehreren Ebenen:

Da haben wir die Stadt. Dort kann man aus 5 Abenteurern nacheinander einen auswählen, bis man 3 zusammen hat. Je nach Güte kostet er zwischen 0-50 Gold.
Ist einer ausgewählt worden, wird die Lücke sofort geschlossen und der neue Abenteurer entsprechend seinem Rang zugeordnet.
 
Der Rang resultiert in einem Zahlenwert von 1-64. Kleinere Werte sind gut im Kampf gegen andere Spieler, höhere Werte sind besser zu gebrauchen beim Tragen von Schätzen.
Kleinere Werte sind teurer.
 
Wenn alle ihre Abenteurergruppe zusammenhaben, dann entscheidet man sich welches der 5 Labyrinthe man betreten möchte (Sehr nett, eins davon ist ein Rathaus).


 
Nun kommen wir zum eigentlichen Spielziel. Nein, wir wollen nicht die meisten Reichtümer sammeln, Geld ist nur Mittel zum Zweck.
Zu Beginn des Spiels hat jeder geheim ein Dungeon zugelost bekommen, dies ist seins. Dort sollten möglichst 7 gegnerische Blutpunkte gesammelt werden. Jedesmal wenn ein Abenteurer in einem Dungeon draufgeht, muss der Spieler, dem die Abenteurergruppe gehört einen Blutpunkt in dem Dungeon abgeben.
 
Eine andere Möglichkeit Blutpunkte zu sammeln: Verhauen von gegnerischen Abenteurergruppen. Dies geschieht immer dann, wenn mehrere Abenteurergruppen in das gleiche Dungeon wollen ("Es kann nur einen geben!"). Bei diesen Kämpfen geht es aber max. um einen Blutpunkt.
 
Das Entdecken eines Dungeons läuft immer gleich ab: Man deckt die oberste Verlieskarte auf, meistens sind es Karten mit einem Buchstaben A-E und einem Goldwert. Auf jeder Abenteurerkarte ist eine Buchstabenleiste. Wenn der Buchstabe von Verlies und eines Abenteurers gleich ist, stirbt der Abenteurer (Karte wird abgelegt, ein Blutpunkt in den Dungeon). Buchstabe A heisst, das dieser Buchstabe deutlich seltener im Verliesstapel ist als der Buchstabe E. Dem entsprechend wird ein Abenteurer mit A deutlich weniger draufgehen.
 
Wenn niemand gestorben ist oder die Verlieskarte kein Gegenstand war (Ja, es gibt auch hilfreiche Gegenstände), kann man aus dem Verlies fliehen. Man darf aber nur soviel Gold mitnehmen, wie die addierten Rangwerte es max. erlauben.
Dann wechselt der Startspieler und man beginnt wieder mit Abenteurer auswählen.
 
Spielbewertung
 
Das Spiel ist von den Regeln her einfach, aber es entwickelt eine gewisse Komplexität.
 
Nehme ich kleine Rangwerte und haue ich auf die anderen ein, kann dafür aber nichts schleppen, oder will ich lieber schleppen und hoffe, das der Spieler nach mir nicht in dasselbe Dungeon will. Das Umschwenken der eigenen Taktik während des laufenden Spiels macht seinen hohen Reiz aus. Ein gesunder Schuss Glück ist auch dabei.
 
Dazu kommen Regeln in deutsch, englisch und niederländisch.
Regeln? Da hatte ich den Eindruck, dass die Autoren die Komplexität des Spiels unterschätzt haben, gerade die Gegenstandsregeln sind eigentlich nicht vorhanden, oder betritt der Spieler ein Dungeon, muss er seine Abenteurergruppe zeigen oder glaubt man ihm, wenn er behauptet, er hat kein E.
Aber es macht Spaß, es ist hinterhältig und gemein und die Zeichnungen von Kovalic sind wieder klasse.
 



Weitere Infos bei Luding : 
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/19299