Die Dolmengötter                                                          zurück zur Übersicht

 
Autor : Thomas Odenhoven

Bild von 'Dolmengötter,Die'

Verlag : Eggert Spiele
Spieler : 2 - 5 Spieler
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 30 Minuten
Bewertung nach Schulnoten
Spielreiz Interaktion Komplexität Spielzeit Anleitung Material Note

  
Einleitung

 
Dolmengötter ist ein glücksunabhängiges Mehrheitenspiel. Wandere durch das
dunkle und mystische Irland, erschaffe mit Steinen die wertvollen Steinkreise und
kennzeichne sie mit deinen Dolmen, ohne dass deine Mitspieler ihren inneren
Wert kennen. Erst am Ende zeigt sich, wer die wertvollsten Dolmen erschaffen
hat.
( Pressetext )

Spielausstattung

1 Spielplan
 


80 Steine
65 Dolmen
20 Druiden


Das Spiel

Je nach Spieleranzahl unterschiedlich erhält jeder Spieler Spielsteine, vier
Druiden und Dolmen. Spielsteine sind kleine Holzpöppel, die auf goldenen Felder des Spielbretts gestellt werden. Dolmen sind Holzquarter, deren eine Seite die Zahlen 1, 2, 3 oder 4 zeigen. Diese Dolmen werden in die Steinkreise gesetzt und zwar verdeckt.
 
Innerhalb jeden Steinkreises steht ebenfalls eine Zahl. Je größer der 
Steinkreis, je höher ist die Zahl und somit die Wertigkeit des dort eingesetzten
Dolmen. 

Zu Anfang setzt jeder Spieler einen seiner Druiden auf die Zählleiste. 
Danach darf jeder Spieler drei weitere Druiden auf eines der goldenen 
Felder des Spielplans einsetzen ( Steinplatz ). Dort natürlich nur auf freie Felder. 
Nachdem jeder Spieler seinen ersten Druiden gesetzt hat, folgt der zweite
Druide usw.... bis alle drei Druiden eingesetzt wurden. 
 
Dann beginnt das Spiel. Es gibt die Druidenwanderung, den Druidenflug
sowie "Kräuter sammeln". Bei der Druidenwanderung setzt der Spieler
seinen Druiden auf das angrenzende freie Feld. Dabei kann er auch 
eigene und fremde Druiden überspringen. Spielsteine können nicht 
übersprungen werden. 

Startet der Druide von einem der Randfelder, kann er zu einem gegenüberliegenden Randfeld springen. Dies wird durch Runen gekennzeichnet.

Legt der Spieler den Druiden auf den Bauch, sammelt dieser Kräuter. Im nächsten oder einen der folgenden Zügen kann der Spieler einen solchen Druiden fliegen lassen. Er setzt den Druiden auf ein beliebiges freies Feld, aufrecht versteht sich. Durch einen Druidenflug verliert man also eine Spielrunde. Er ist aber während des Spiels manchmal dringend notwendig.

Wie auch immer der Druide sich bewegt, hat der Spieler die Möglichkeit, 
das verlassene Feld mit einem Spielstein zu kennzeichnen. Macht er dies 
nicht, wird der Spieler sogar mit einem Minuspunkt seiner Siegpunkte
bestraft. 

Alle Felder ( Steinplätze ) die im Kreis liegen, bilden einen Steinkreis. 
Dort können Mehrheiten entstehen. Die Mehrheiten werden anhand der 
gesetzten Spielsteine ermittelt. Wer erst einen Spielstein im Steinkreis
hat, kann noch keine Mehrheit bilden. Mehrheiten entstehen immer erst 
dann, wenn mindestens zwei verschiedenfarbige Spielsteinfarben und 
eine davon mit mindestens zwei Spielsteinen gesetzt wurden. 

Hat ein Spieler so eine Mehrheit geschafft, darf er in die Mitte des Steinkreises
einen Dolmen verdeckt legen. Er kennt natürlich den Wert seine Dolmen. 
Schafft ein anderer Spieler dann einen Gleichstand, darf dieser verdeckt
einen Dolmen unter den vorherigen legen. Wird sogar eine neue Mehrheit
erreicht, darf der Spieler seinen Dolmen oben auf legen. Ein Spieler, 
der momentan die Mehrheit hat, kann nicht durch setzen eines weiteren 
Spielsteins eine neue Mehrheit erreichen - also : keinen Dolmen setzen.
 
Sind alle Felder eines Steinkreises belegt, werden die Siegpunkte verteilt. 
Der oberste Dolmen hat immer den eigenen Wert x dem Wert, der im 
Steinkreis steht. Der Dolmen darunter wird mit - 1 des Wertes vom 
Steinkreises berechnet. Der Dolmen darunter mit - 2 .... usw....

Ein kleines Beispiel : 
4 Dolmen stehen in einem Steinkreis mit dem Wert 5. 
Der erste Dolmen wird umgedreht und zeigt die Zahl 4. 
Der Spieler des ersten Dolmen erhält 4 ( Dolmenwert ) x 5 ( Steinkreiswert ) =
20 Siegpunkte, die er auf der Zählleiste dazuaddiert. 
Der zweite Dolmen wird umgedreht und zeigt die Zahl 2. 
Dieser Dolmen erhält nun nur noch den Steinkreiswert 4. 
Also 4 x 2 = 8 Siegpunkte. 
Der dritte Dolmen hat nur noch den Steinkreiswert 3 ... usw. ...

Sobald ein Spieler seinen letzten Dolmen einsetze oder wenn alle 
Spieler ihre gesamten Spielsteine eingesetzt haben, endet das Spiel.

Alle noch nicht vollständige Steinkreise werden dann noch abgerechnet. 
Wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt. 

Spielbewertung
 
Das Spiel überzeugt durch einen spannenden Spielverlauf.
Nur mit anderen Spielern zusammen sind überhaupt Punkte zu machen. 
Wer alleine einen Steinkreis besetzt, kann nichts erreichen. 
Aber genau dieses Spielelement ist es, was dieses Spiel so interessant macht. 

Die Spielausstattung ist sehr schön - das Spielbrett abstrakt. 
Und genau dies ist ein Punkt, warum dieses Spiel vielleicht nicht so 
seine Käuferschicht finden wird. Wer noch die Spielschachtel von vorne 
sieht und vielleicht ein gewisses Interesse zeigt, wird doch sehr über 
die Schachtelrückseite enttäuscht sein. 

Dort ist einfach der obige Spielplan abgebildet und eine Menge Text. 
Da wäre es dem Verlag wohl angeraten gewesen, eine aktuelle 
Spielsituation abzubilden, um damit das Kaufinteresse zu erhöhen. 

Und das ist schade, denn das Spiel hat alles, was ein gutes Spiel benötigt. 
Spannung bis zum Spielende und doch einen ungewissen Ausgang, da 
die Dolmen verdeckt gelegt werden. Das Spiel ist nach unserer Meinung 
sogar besser mit zwei, als mit drei oder vier Spielern zu spielen. 
Wer Gedankenakrobaten in seiner Spielgruppe hat, sollte mit einer 
Sanduhr arbeiten, um die Bedenkzeit zu begrenzen. 

Der Verlag schreibt, dass dies ein glückunabhängiges Spiel sei.
Dies ist nicht richtig : Man benötigt das Glück, dass der Gegner einen Fehler macht. 



Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/18948