Carcassonne - Die Burg 
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Bild von 'Carcassonne - Die Burg' Autor :
Reiner Knizia und Klaus-Jürgen Wrede
Verlag :
Hans-im-Glück Verlag
Spieler : 
2 Spieler
Alter : 
ab 8 Jahre
Spielreiz Interaktion Komplexität Spielzeit Anleitung Material Note

  
Einleitung
 

 
Die imposante  Silhouette der Stadt Cacassonne thront im Licht der untergehenden Sonne. Mutet bereits die Stadt selbst wie eine Festung an, so ist erst recht die Burg von Carcassonne mit ihrer mächtigen Mauer schier uneinnehmbar. Diese Burgmauer bildet
den perfekten Rahmen für den Wettstreit zweier Spieler. Ihre Ritter bewachen die Türme, ihre Herolde eilen die Wege auf und ab, ihre Händler bieten Waren feil und Knappen bauen am Palas, dem größten Gebäude der Festung. Wer die Gebiete seiner Gefolgsleute am besten absteckt, wird auf der Burgmauer, die gleichzeitig als Zählleiste dient, die Nase vorn haben. Dort warten weitere Überraschungen auf die beiden Burgherren.

Spielausstattung :

1 Burgmauer
60 Burgkarten
18 Mauerplättchen
14 Gefolgsleute
2 Palasse
Spielregel
   
Das Spiel
  
Das Spielfeld entsteht innerhalb einer vorher in Puzzleteilen zusammengesteckten
Burgmauer, die auch gleichzeitig mit einer Zählleiste ausgestattet ist. 
Die Burgmauer besteht weiterhin aus eingezeichneten kleinen Startfeldern und 
mehreren Ecktürmen, auf denen 13 der 18 Mauerplättchen zufällig und verdeckt 
gelegt werden. 
 
Wer an der Reihe ist, muss eine der in mehreren Stapeln verdeckt liegenden 
Burgkarten legen. Diese Burgkarte muss entweder an eines der Startfelder oder an 
eine schon liegende Burgkarte angelegt werden. Die Burgkarten zeigen Mauern, 
Häuser, Marktplätze und Wege. Beim Anlegen einer Burgkarte muss darauf 
geachtet werden, dass Wege fortgesetzt werden. Ansonsten kann gelegt 
werden wie gewünscht - also zum Beispiel auch ein Haus an eine Mauer. 
 
So entstehen mit der Zeit verschieden große Häuser und Mauern, sowie 
unterschiedlich lange Straßen. Damit auch Punkte gemacht werden können
werden die Gefolgsleute eingesetzt. Immer wenn ein Spieler eine Burgkarte 
gelegt hat, kann darauf ein Gefolgsmann stellen. Entscheidend ist dafür, wohin 
er diesen stellt - auf ein Teil eines Hauses, einer Mauer oder auf eine Straße.
Dieser Gefolgsmann darf aber nur dann auf das Gebäude oder die Straße gestellt werden, wenn dort nicht schon ein eigener oder fremder Gefolgsmann steht. 
Trotzdem können mehrere Gefolgsleute auf einem Gebäude oder einer Straße stehen, wenn die Teile von zwei verschiedenen Gebäuden durch legen einer Burgkarte 
verbunden werden. 
 
Die Gefolgsleute erhält der Spieler immer dann zurück, wenn gewertet wird.
Auch direkt auf die Wiese darf ein Gefolgsmann gelegt werden, ist dann aber 
auch erst einmal aus dem Spiel, da Wiesen erst am Spielende gewertet werden. 
 
Ansonsten wird gewertet, wenn ein Haus oder eine Mauer fertiggestellt wurde. 
Für jede Burgkarte, die Teil des Gebäudes ist, erhält man Punkte. 
Bei einem Haus einen und bei einer Mauer zwei Punkte.Abgerechnete 
Punkte erhält man aber nur, wenn man mehr Gefolgsleute auf dem Gebäude 
hat, als der Gegenspieler. 
Wenn ein Haus fertiggestellt wird, kommt darauf der Palas ( eine Extrafigur )
des entsprechenden Spielers. Baut er im Laufe des Spiels ein größeres 
Haus, versetzt er den Palas auf dieses Haus. 

Eine Straße ist fertig, wenn alle Zuwege durch Trennungen abgegrenzt sind. 
Dies sind Plätze innerhalb der Straßen oder wenn eine Straße in der Burgmauer
endet. Für jede Burgkarte gibt es einen Punkt - es sei denn, es wären ein
oder mehrere Brunnen während des Weges zu sehen, dann gibt es zwei Punkte. 
 
Punkte werden auf der Zählleiste der Burgmauer mit einem Extra-Gefolgsmann
festgehalten. Erreicht diese Spielfigur genau eines der Ecktürme, darf sich der 
Spieler das dort liegende Mauerplättchen nehmen, wenn der Gegenspieler 
sich daran nicht schon bereicherte. 
 
Mauerplättchen werden offen vor den Spieler gelegt und bringen Extrapunkte. 
Da werden auch unvollständige Mauern und Häuser bei der Schlusswertung 
bewertet ( was sonst nicht der Fall ist ), Punkte für bewertete Mauern und
Häuser verdoppelt, eine zweite Zugmöglichkeit eröffnet und so weiter.... 
 
Wenn die letzte Burgkarte gelegt wurde, ist das Spiel zu Ende. 
Nun kommt es zur Schlusswertung. Gefolgsleute, die auf Wiesen liegen, 
erhalten pro Marktplatz, der ebenfalls auf dieser Wiese ist, drei Punkte. 
Voraussetzung ist, dass der Spieler auch hier die Mehrheit an Gefolgsleuten hat. 

Zum Schluss werden noch die beiden Häuser angesehen, worauf der Palas 
des jeweiligen Spielers steht. Wer da das größte Haus vorweisen kann, 
darf sich Punkte gutschreiben. Da alle Burgkarten nicht alle Felder des 
Burghofes ausfüllen, entstehen Lücken. Die noch zu legenden Burgkarten
- wenn denn noch welche da wären -, der größten Lücke zählen einen Punkt
pro fehlendes Burgkartenfeld. Diese Punkte darf sich der Spieler mit dem 
größten Haus gutschreiben. 
 
Und jetzt kommt das sensationelle : Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
 
Spielbewertung 

Darf ich ehrlich sein ?
Wir nehmen einmal an, Sie hätten Carcassone und Carcassonne "Die Burg"
im Spieleschrank stehen und wollten ein gutes zwei Personen Spiel spielen. 
Was sollte es für einen Grund geben, Carcassone "Die Burg" zu greifen ?
Ich denke, das ursprüngliche Carcassonne ist schon ein sehr gutes zwei 
Personen Spiel und Carcassone "Die Burg" macht es nicht besser. 
 
Die Grafik ist Geschmacksache, aber bei Carcassonne fand ich die Grafik schöner.
Die zum Teil auch kleinen Mauer- und Häuserplättchen machen das Spiel 
eher unübersichtlicher und die neuen Spielelemente kommen ebenfalls nicht 
so zur Wirkung. 
 
Zum Anfang glaubt man noch, durch geschickte Züge genau auf die 
Ecktürme ziehen zu können, um die Mauerplättchen zu erhalten. 
Doch täuscht dies und macht die Zufallsabhängigkeit des Spiels nur 
größer. Wenn zufällig der Spieler genau so viele Punkte bekommt 
um einen Eckturm zu erreichen, ist es reiner Zufall, ob das aufgedeckte 
Mauerplättchen auch wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Eine Verdopplung 
einer fertiggestellten Mauer hilft recht wenig, wenn es fast zum Ende 
des Spiels kommt und kann im frühen Stadium den Punktestand des 
Spielers so anheben, dass der Gegenspieler erheblich in Nachteil kommt, 
wenn er eben nicht auch so ein gutes Mauerplättchen erhält. 
 
Zu überlegen wäre, was man schreiben würde, wenn es eben das andere 
Carcassonne nicht geben würde. Dann würde ich das Spiel sicher viel 
besser bewerten - aber Rezensionen sind sowieso subjektiv und so sollten 
Sie sich lieber einen eigenen Eindruck schaffen. 

Weitere Infos und Rezension bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/14808