Cosmic Encounter 

Zurück zur Übersicht 

Eine Gastrezension von Johannes Ackva
Autor :

Bill Eberle, Jack Kittredge, Bill Norton, Peter Olotka

cosmic1.jpg (15636 Byte)

Verlag : Avalon Hill / Hasbro
Spieler : 2-4 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : ca. 60 – 180 Minuten

Einleitung

Sie sind ein Alien! Genauer gesagt, Sie sind Kommandeur einer außerirdischen Expeditionsflotte. Ihre Aufgabe ist es, als Erster fünf Kolonien in den Tiefen des Kosmos zu errichten. Setzen Sie ein, was Ihnen an Kräften zur Verfügung steht! Nutzen Sie vor allem die speziellen Fähigkeiten Ihres Volkes, diese erlauben Ihnen nämlich, eine bestimmte Regel des Spiels zu brechen. Suchen Sie sich Verbündete, um auch deren Kräfte und Fähigkeiten nutzen zu können. Werden Sie dadurch zur unschlagbaren Macht. Aber Vorsicht! Auch andere Völker verfügen über spezielle Fähigkeiten und verstehen diese zu nutzen! Im Spiel befinden sich zwanzig verschiedene Lebensformen. Überraschungen sind also garantiert! (Verlagstext)

Spielausstattung

1 Spielplan, der um eine runde Scheibe (das Schwarze Loch) augebaut wird, pro Spieler wird ein Planetensystem an diese Scheibe angelegt.

80 Raumschiffe in vier Farben

20 völlig verschieden Völkerkarten

12 Schicksalsscheiben in 4 Farben

04 Trägerschiffe

01 Mutterschiff

54 Spielkarten

02 Begegnunsübersichten

Spielablauf

Zu Beginn des Spiels verteilen alle Spieler ihre Raumschiffe auf ihren 5 Heimatplaneten und zwar 4 pro Planet. Nun erhält jeder Spieler 1 Völkerkarte, auf der die jeweilige Fähigkeit beschrieben wird, 7 Handkarten und sein Trägerschiff. Nachdem alle Spieler ihre Völkerfähigkeiten vorgelesen haben, beginnt das Spiel.            

Der Spieler, der gerade am Zug ist, auch Offensivspieler genannt, da er bei seinem Spielzug Angriffe durchführt, beginnt seine erste Begegnung, von denen er maximal 2 pro Spielzug machen darf.  

cosmic1.gif (27300 Byte)

Die Begegnung 

Zuerst darf er ein Raumschiff aus dem Schwarzen Loch holen und auf einer seiner Kolonien platzieren (Raumschiffe auf einem Planeten bilden eine Kolonie). Im Schwarzen Loch werden alle Raumschiffe platziert, die bei Begegnungen verloren gehen.

Danach muss er eine Schicksalsscheibe aufdecken, die die Farbe des Planetensystems anzeigt, in dem in dieser Runde eine Begegnung stattfinden wird. Handelt es sich um sein eigenes System darf er sich aussuchen, ob er eine Fremdkolonie eines anderen Spielers, die sich in seinem System befindet angreift, oder ob er eine weitere Schicksalsscheibe aufdeckt.

Als nächstes platziert der Offensivspieler 1-4 Raumschiffe von seinen Kolonien auf dem Mutterschiff in der mittleren Spalte. Diese Raumschiffe werden später an der Begegnung teilnehmen.

Um festzulegen, welcher Planet in dieser Runde umkämpft wird (dieses friedfertige Wort “Begegnung“ ist hier völlig unangebracht, da es fast immer zu einer Schlacht kommt), platziert nun der Offensivspieler das Mutterschiff an einem Planeten, in dem entsprechenden System. Befinden sich dort mehrere Kolonien, z.B. weil dort eine Allianz aus mehreren Spielern gelandet ist (siehe unten), muss er auch genau anzeigen, welches System er angreifen will.

Als nächstes laden der Offensiv- und der Defensivspieler (Spieler, der seine Kolonie verteidigt) andere Spieler ein sich ihnen anzuschließen.

Nachdem beide aktiven Spieler Verbündete eingeladen haben entscheiden sich nun alle eingeladenen Spieler, auf welcher Seite sie kämpfen wollen, oder ob sie sich ganz aus dem Konflikt heraushalten wollen. Wenn sich ein Spieler der Offensive anschließt darf er zwischen 1-4 Raumschiffe auf dem Mutterschiff platzieren. Will ein Spieler verteidigen, platziert er 1-4 Raumschiffe auf seinem Trägerschiff und fliegt dieses zum Planet des Geschehens. Haben sich alle Spieler entschieden, kommt es zur 9. Phase

Jetzt spielen beide aktiven Spieler vor sich verdeckt eine Begegnungs-Karte aus, die sie in dieser Runde einsetzen wollen.

Jetzt kommt der spannende Moment. Die Begegnungskarten werden aufgedeckt und das Ergebnis wird ermittelt.  

Wenn beide Spieler eine Angriffskarte gespielt haben, wird der Sieger folgendermaßen ermittelt :

Wert der Angriffskarte + Anzahl der an der Begegnung beteiligten eigenen und verbündeten Raumschiffen = Ergebnis

Der Spieler mit dem höheren Ergebnis gewinnt (Bei Unentschieden der Verteidiger), der Gegner und seine Verbündeten verlieren ihre Raumschiffe ans Schwarze Loch.
Hat der Offensivspieler gewonnen, platzieren er und seine Verbündeten ihre Raumschiffe auf dem Planeten.

Hat ein Spieler eine Verhandlungskarte gespielt, verliert er automatisch, darf aber pro eigenes verlorenes Raumschiffe eine Karte vom Gegner oder vom Stapel als Entschädigung ziehen. Die Verbündeten des Spielers gehen bei der Entschädigung leer aus, obwohl sie ebenfalls ihre Raumschiffe verlieren.

Haben beide Spieler eine Verhandlungskarte gespielt, haben sie eine Minute Zeit sich zu einigen. Dabei können Sie Kolonie austauschen, Karten austauschen etc.. Die Verbündeten müssen ihre Raumschiffe einfach abziehen und bekommen noch nicht mal die Spritkosten erstattet J. Kommen die Spieler zu keiner Einigung, verlieren beide drei Raumschiffe.

Dieser Ablauf darf ein Spieler, wenn er die erste Begegnung gewann oder handelseinig wurde, pro Spielzug zweimal ausführen, dann ist der nächste Spieler an der Reihe.

Durch die Artefaktkarten(Ereigniskarten) und die Völkerfähigkeiten, die man allerdings nur mit mindestens 3 Heimatkolonien einsetzen kann, kann das Spiel noch weiter beeinflusst werden, dies werde ich aber hier nicht näher erläutern.

Spielende :

Das Spiel endet, wenn ein Spieler 5 Fremdkolonien besitzt.

   

cosmic3.jpg (19725 Byte)

Die Bewertung


Bewertung :

Das Spiel ist nicht umsonst ein Klassiker unter den Strategiespielen. Der Mechanismus ist einfach, trotzdem bietet das Spiel eine Fülle von verschieden Situationen und Taktiken. Außerdem sind fast immer alle Spieler am Geschehen beteiligt. Durch die vielen verschiedenen Völker ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, da immer wieder neue Konstellationen entstehen.

 

Negativ ist mir nur aufgefallen, dass die Völker ein wenig unausgeglichen sind, jedoch ist und das das Spiel zu zweit nicht so gut spielbar ist. Außerdem gibt es viele Sondersituationen, bei der Wirkung von Artefaktkarten und Völkerfähigkeiten, die leider nicht im Handbuch für Begegnungen(Spielanleitung), das ansonsten sehr gut ist, erwähnt sind:

 

Insgesamt ist das Spiel jedoch sehr gut und wegen der tollen Grafik und dem aufwendigen Spielmaterialien ist der Preis von 80 DM auf jeden Fall gerechtfertigt.

 

Auf http://www.cosmciencounter.de gibt es viele Informationen, besonders zu den älteren Versionen.

Englischsprachige Infos direkt vom Verlag gibt es auf http://www.avalonhill.com und auf http://www.hasbro.de (deutsch).

   
Autor : Johannes Ackva    Mail>