|
Cosmic Encounter |
|
| Eine
Gastrezension von Johannes Ackva |
|
Einleitung Sie sind ein Alien!
Genauer gesagt, Sie sind Kommandeur einer außerirdischen
Expeditionsflotte. Ihre Aufgabe ist es, als Erster fünf Kolonien in den
Tiefen des Kosmos zu errichten. Setzen Sie ein, was Ihnen an Kräften
zur Verfügung steht! Nutzen Sie vor allem die speziellen Fähigkeiten
Ihres Volkes, diese erlauben Ihnen nämlich, eine bestimmte Regel
des Spiels zu brechen. Suchen Sie sich Verbündete, um auch deren Kräfte
und Fähigkeiten nutzen zu können. Werden Sie dadurch zur unschlagbaren
Macht. Aber Vorsicht! Auch andere Völker verfügen über spezielle Fähigkeiten
und verstehen diese zu nutzen! Im Spiel befinden sich zwanzig
verschiedene Lebensformen. Überraschungen sind also garantiert!
(Verlagstext) Spielausstattung 1 Spielplan, der um
eine runde Scheibe (das Schwarze Loch) augebaut wird, pro Spieler wird
ein Planetensystem an diese Scheibe angelegt. 80 Raumschiffe in vier
Farben 20 völlig verschieden
Völkerkarten 12 Schicksalsscheiben
in 4 Farben 04 Trägerschiffe 01 Mutterschiff 54 Spielkarten 02 Begegnunsübersichten Spielablauf Zu Beginn des Spiels
verteilen alle Spieler ihre Raumschiffe auf ihren 5 Heimatplaneten und
zwar 4 pro Planet. Nun erhält jeder Spieler 1 Völkerkarte, auf der die
jeweilige Fähigkeit beschrieben wird, 7 Handkarten und sein Trägerschiff.
Nachdem alle Spieler ihre Völkerfähigkeiten vorgelesen haben, beginnt
das Spiel.
Der Spieler, der gerade
am Zug ist, auch Offensivspieler genannt, da er bei seinem Spielzug
Angriffe durchführt, beginnt seine erste Begegnung, von denen er
maximal 2 pro Spielzug machen darf. Zuerst darf er ein
Raumschiff aus dem Schwarzen Loch holen und auf einer seiner Kolonien
platzieren (Raumschiffe auf einem Planeten bilden eine Kolonie). Im
Schwarzen Loch werden alle Raumschiffe platziert, die bei Begegnungen
verloren gehen. Danach muss er eine
Schicksalsscheibe aufdecken, die die Farbe des Planetensystems anzeigt,
in dem in dieser Runde eine Begegnung stattfinden wird. Handelt es sich
um sein eigenes System darf er sich aussuchen, ob er eine Fremdkolonie
eines anderen Spielers, die sich in seinem System befindet angreift,
oder ob er eine weitere Schicksalsscheibe aufdeckt. Als nächstes platziert
der Offensivspieler 1-4 Raumschiffe von seinen Kolonien auf dem
Mutterschiff in der mittleren Spalte. Diese Raumschiffe werden später
an der Begegnung teilnehmen. Um festzulegen, welcher
Planet in dieser Runde umkämpft wird (dieses friedfertige Wort
“Begegnung“ ist hier völlig unangebracht, da es fast immer zu einer
Schlacht kommt), platziert nun der Offensivspieler das Mutterschiff an
einem Planeten, in dem entsprechenden System. Befinden sich dort mehrere
Kolonien, z.B. weil dort eine Allianz aus mehreren Spielern gelandet ist
(siehe unten), muss er auch genau anzeigen, welches System er angreifen
will. Als nächstes laden der
Offensiv- und der Defensivspieler (Spieler, der seine Kolonie
verteidigt) andere Spieler ein sich ihnen anzuschließen. Nachdem beide aktiven
Spieler Verbündete eingeladen haben entscheiden sich nun alle
eingeladenen Spieler, auf welcher Seite sie kämpfen wollen, oder ob sie
sich ganz aus dem Konflikt heraushalten wollen. Wenn sich ein Spieler
der Offensive anschließt darf er zwischen 1-4 Raumschiffe auf dem
Mutterschiff platzieren. Will ein Spieler verteidigen, platziert er 1-4
Raumschiffe auf seinem Trägerschiff und fliegt dieses zum Planet des
Geschehens. Haben sich alle Spieler entschieden, kommt es zur 9. Phase Jetzt spielen beide
aktiven Spieler vor sich verdeckt eine Begegnungs-Karte aus, die sie in
dieser Runde einsetzen wollen. Jetzt kommt der
spannende Moment. Die Begegnungskarten werden aufgedeckt und das
Ergebnis wird ermittelt. Wenn beide Spieler eine
Angriffskarte gespielt haben, wird der Sieger folgendermaßen ermittelt
: Wert der
Angriffskarte + Anzahl der an der Begegnung beteiligten eigenen und verbündeten
Raumschiffen = Ergebnis Der Spieler mit dem höheren
Ergebnis gewinnt (Bei Unentschieden der Verteidiger), Hat ein Spieler eine
Verhandlungskarte gespielt, verliert er automatisch, darf aber pro
eigenes verlorenes Raumschiffe eine Karte vom Gegner oder vom Stapel als
Entschädigung ziehen. Die Verbündeten des Spielers gehen bei der
Entschädigung leer aus, obwohl sie ebenfalls ihre Raumschiffe
verlieren. Haben beide Spieler
eine Verhandlungskarte gespielt, haben sie eine Minute Zeit sich zu
einigen. Dabei können Sie Kolonie austauschen, Karten austauschen etc..
Die Verbündeten müssen ihre Raumschiffe einfach abziehen und bekommen
noch nicht mal die Spritkosten erstattet J.
Kommen die Spieler zu keiner Einigung, verlieren beide drei Raumschiffe. Dieser Ablauf darf ein
Spieler, wenn er die erste Begegnung gewann oder handelseinig wurde, pro
Spielzug zweimal ausführen, dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Durch die
Artefaktkarten(Ereigniskarten) und die Völkerfähigkeiten, die man
allerdings nur mit mindestens 3 Heimatkolonien einsetzen kann, kann das
Spiel noch weiter beeinflusst werden, dies werde ich aber hier nicht näher
erläutern. Spielende
: Das
Spiel endet, wenn ein Spieler 5 Fremdkolonien besitzt.
Das
Spiel ist nicht umsonst ein Klassiker unter den Strategiespielen. Der
Mechanismus ist einfach, trotzdem bietet das Spiel eine Fülle von
verschieden Situationen und Taktiken. Außerdem sind fast immer alle
Spieler am Geschehen beteiligt. Durch die vielen verschiedenen Völker
ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, da immer wieder neue
Konstellationen entstehen. Negativ
ist mir nur aufgefallen, dass die Völker ein wenig unausgeglichen sind,
jedoch ist und das das Spiel zu zweit nicht so gut spielbar ist. Außerdem
gibt es viele Sondersituationen, bei der Wirkung von Artefaktkarten und
Völkerfähigkeiten, die leider nicht im Handbuch für
Begegnungen(Spielanleitung), das ansonsten sehr gut ist, erwähnt sind: Insgesamt
ist das Spiel jedoch sehr gut und wegen der tollen Grafik und dem
aufwendigen Spielmaterialien ist der Preis von 80 DM auf jeden Fall
gerechtfertigt. Auf
http://www.cosmciencounter.de
gibt es viele Informationen, besonders zu den älteren Versionen. Englischsprachige
Infos direkt vom Verlag gibt es auf http://www.avalonhill.com
und auf http://www.hasbro.de (deutsch). |
|