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Colosseum
Rezension
von
Peter Zanow |
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| Autor : |
Wolfgang Kramer / Markus Lübke |

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| Verlag : |
Days
of Wonder |
| Spieler : |
3 - 5 Spieler |
| Alter : |
ab 10 Jahre |
| Dauer : |
ca. 90 Min. |
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Zur Einweihungsfeier des Colosseums lässt Kaiser Titus im Jahre 80 n. Chr. besonders prächtige Spiele in Rom veranstalten: 99 Tage mit den großartigsten Spektakeln, die das Reich je erlebt hat. Zehntausende strömen herbei – begierig, hunderte kämpfender Gladiatoren zu sehen … seltene und exotische Tiere in der Arena … sowie die allerbesten Musiker und Schauspieler, die es damals gab. Als Meister der Unterhaltung haben Sie sich Ihr ganzes Leben lang auf diesen Augenblick vorbereitet.
Titus selbst hat in der Kaiserloge Platz genommen. Auf sein Zeichen hin wird das Abschlussspektakel beginnen. Nun sind aller Augen auf Sie gerichtet …
Das Colosseum!
Wenn man davor steht, ist es schon ein sehr eindrucksvolles
Bauwerk. Ich hatte zum Glück schon das Vergnügen.
Mal sehen, ob das Spiel mich dieses Vergnügen wiederholen lässt. |
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Für
Days of Wonder übliche opulente Ausstattung, in diesem Fall
sogar etwas zu opulent, siehe Rezension.
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Ob sich die Selbstbeweihräucherung bei der Spiel des Jahres-Jury nicht rächen wird, wir werden sehen!
Was ich meine?
Wenn man das Spielmaterial auspackt, hält man plötzlich einen roten Pöppel in der Hand, der einem bestimmten Symbol, welches die Spielefirmen sehr gern auf ihre Spieleschachtel präsentieren möchten, sehr ähnlich sieht.
Klaar, dies ist natüüürlich die Figur des Kaisers.
Na gut, Schwamm drüber.
Worum geht es?
Wir sind römische Impre…, was? Na jedenfalls die Leute, die dafür sorgen, dass die Shows in unserem Colosseum riesige Spektakel werden und haufenweise Zuschauer, möglichst diesen roten Pöppel hinlockt, weil dieser für mehr Umsatz…, nein, für noch mehr Zuschauer sorgt.
Dazu brauchen wir Spektakelplättchen (wer hat sich eigentlich dieses Wort ausgedacht). Diese stellen die Personen und Gerätschaften dar, die man für sein Schauspiel braucht. Jene bekommen ich über eine Auktion oder regen Tauschhandel mit den Mitspielern.
Bevor es allerdings soweit ist, kann jeder einmal pro Runde investieren:
Man kann sein Colosseum vergrößern, das muss man auch, da die punkteträchtigeren Schauspiele größere Arenen verlangen.
Man kann Luxusplätze einrichten, damit kommen gleich 5 Leute mehr.
Man kann eine Kaiserloge bauen. Damit hat man mehr Möglichkeiten, die Adeligen zu bewegen.
Oder man kann eine neue Progammkarte kaufen, denn nichts ist langweiliger als ständig das gleiche Spektakel sich anzuschauen. (Spieltechnisch funktioniert das zwar auch, aber zum gewinnen reicht es nicht)
Wenn man dann seine Spektakelplättchen erworben hat, kann man eine Veranstaltung aufführen.
Zuerst versucht man möglichst die Adligen in sein Colosseum zu locken. Dies geschieht mit Hilfe eines Würfelwurfs mit einem Würfel (wenn man die Kaiserloge gebaut hat, mit zwei Würfeln).
Danach führt man sein Schauspiel auf. Auf der Programmkarte sieht man, was man alles dazu braucht.
Circus Maximus z.B. erfordert 3 Gladiatoren, 3 Pferde, 3 Streitwagen und eine Dekoration (wie immer die auch aussehen mag). Vielleicht hat man auch noch einen Stargladiatoren oder –pferd. Dies sorgt noch für eine höhere Zuschauerquote. Wenn man alles zusammen hat, bekommt man glatte 32 Punkte, die man noch durch schicke Bauten, den Stars, den Adeligen und eventuell älteren Veranstaltungen erhöhen kann.
Zusätzlich bekommt der Punktschlechteste vom Punktbesten ein Spektakelplättchen geschenkt. (Man könnte es auch anders formulieren, der Schlechteste klaut ein Plättchen vom Besten! Warum werden solche Tatbestände eigentlich in letzter Zeit immer so verniedlicht mit Begriffe wie Schenkung?)
Natürlich strengen solche Veranstaltungen auch ziemlich an, sowohl die Personen als auch das Material, so dass man jede Runde nach durchgeführter Show eines seiner Spektakelplättchen opfert, dass an dieser Veranstaltung teilgenommen hat.
Wenn ich einmalig in den 5 Runden Spieldauer den höchsten Punktwert erreicht habe, gewinne ich das Spiel.
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Kommen wir hiermit noch einmal zur Anfangsfrage: War die rote Figur Selbstüberschätzung oder gesunde Selbsteinschätzung?
Ich denke, für die Nominierungsliste wird es reichen, aber der Titel wird es nicht!
Zwei Gründe sprechen dagegen:
1. Die Diskussion über den Sinn der Auktion ist natürlich auch in unserer Spielerunde aufgetaucht, wie sich auch sämtliche Spieleforen damit beschäftigten.
Dies wird auch der Jury nicht verborgen geblieben sein und hinterlässt den Eindruck eines nicht rund laufenden Spiels. (Es gibt mittlerweile eine zweite Variante, in der man im Prinzip öfters innerhalb einer Runde an einer Auktionsrunde teilnehmen darf.
Da aber die Punkte, die man bekommt auch gleichzeitig das Geld ist welches man ausgezahlt bekommt, hat derjenige, der ein Punktvorteil hat, dadurch die Möglichkeit sich über den gleichzeitigen Geldvorteil mehr Plättchen zu sichern. Dies ist allerdings nur ein gefühltes Urteil, kein getestetes!)
2. Die Überfülle am Material, die nicht genutzt wird.
Die großen Veranstaltungen 21-30 kauft man sich eigentlich nur, wenn es
optimal läuft, da man ja auch eine 4 Teile große Arena braucht, aber zum
Sieg sind sie nicht wirklich wichtig.
Wie war der Gruß der Gladiatoren: „Ave Cäsar! Morituri te salutant!“
Zu den Todgeweihten gehört Days of Wonder mit diesem Spiel sicher nicht. Nach ihren ersten, nicht ganz so erfolgreichen, Ausflug in die Antike („Kleopatra und die Baumeister“) ist ihnen hiermit wieder ein äußerst unterhaltsames Spiel gelungen.
Ich empfehle vorher als Einstimmung „Asterix als Gladiator“ zu lesen und dann auf in die Arenen.
P.S. Wie sieht es eigentlich mit der gleichzeitigen Konkurrenz aus dem Hause Pro Ludo, dem Vertriebspartner aus? War eine Neuauflage von „Fürsten von Florenz“ zu diesem Zeitpunkt wirklich nötig? Von der Spielanlage sind sie sich schon recht ähnlich. Gibt es da keine Absprachen?
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Einzelbewertung
Noten 1=sehr
schlecht bis 10=sehr
gut |
| Peter |
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Leserwertung
Noten 1=sehr
schlecht bis 10=sehr
gut |
| TomTube |
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Zitat: "Die Überfülle am Material, die nicht genutzt
wird".
Die großen Veranstaltungen 21-30 kauft man sich eigentlich
nur, wenn es optimal läuft, da man ja auch eine 4 Teile große Arena
braucht, aber zum Sieg sind sie nicht wirklich wichtig."
Hierzu möchte ich anfügen, dass in unseren bisher 5 Partien mit 4
oder 5 Spielern fast alle am Ende ein Programm mit den Ziffern
21-30 aufführten. Ein Sieg war nur hiermit möglich.
Ein prima Spiel. Und mit der Variante, was die Auktionen
anbelangt, noch besser, weil mehr Freiheiten gelassen werden. |
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