Clans

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Autor : Leo Colovini

clans.jpg (30859 Byte)

Verlag : Winning Moves
Spieler : 2 - 4 Spieler
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 30 Minuten

   

     

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Einleitung
 

Auf der Suche nach Geborgenheit ziehen fünf einzelne Clans durch die ursprünglichen Landschaften der Vorzeit. Immer öfter bauen sie ihre Hütten mit anderen zusammen. So entstehen die ersten Dörfer. Doch der friedliche Schein trügt und rasch entwickelt sich ein ungewöhnlicher taktischer Wettkampf, bei dem jeder Spieler insgeheim versucht, seinen Clan zum mächtigsten zu machen.
( Verlagstext )

Spielausstattung :

1  Spielplan mit 60 Gebieten
60 Holzhütten in fünf verschiedenen Farben
1 Zählstein für jede Farbe
1 geheime Clankarte für jede Farbe
12 Bonuschips 
1 Spielregel
 
Das Spiel
 
Nachdem alle Hütten in den 60 Gebieten verteilt wurden, erhält jeder Spieler
verdeckt eine Clankarte. Diese Clankarte zeigt dem Spieler, welche Farbe er 
spielt. Dieses Geheimnis behält der Spieler bis Spielende für sich. 
 
Im Uhrzeigersinn sind nun die Spieler an der Reihe, die aus einem Gebiet 
alle Hütten ( zu Anfang erst einmal eine Hütte )  in ein angrenzendes Gebiet 
ziehen, das ebenfalls von Hütten besetzt ist. Auf leere Felder - eben auf Felder,
in denen keine Hütten stehen - darf nicht gezogen werden. 
 
Entsteht dadurch ein Gebiet mit einer oder mehreren Hütten, das angrenzend 
nur noch leere Felder zeigt, ist ein Dorf entstanden und wird abgerechnet. 
Für jede Farbe, die in diesem Gebiet vertreten ist, gibt es pro Hütte einen Punkt. 
Dabei ist es unwichtig, ob mehrere Hütten der gleichen Farbe im Gebiet stehen. 
Die Punkte werden auf einer Zählleiste auf dem Spielbrett angezeigt. 
 
Beispiel : 

Im Gebiet stehen 2 rote, 1 gelbe und 1 blaue Hütte. 
Rot, Gelb und Blau erhalten jeweils 4 Punkte für die 4 Hütten gutgeschrieben. 
Die Holzscheiben der drei Farben werden auf der Zählleiste vier Felder vorgesetzt. 
 
Zusätzlich kann es Bonuspunkte geben. 
Diese werden in einer Epochentabelle dargestellt. 
Dazu muss man wissen, das die 60 Gebiete in fünf verschiedene Landschaften 
aufgeteilt sind. Da gibt es Bergland ( grau ), Wald ( dunkelgrün ), Steppen ( gelb )
und Grasland ( grün ). Die Epochentabelle ist in fünf Epochen eingeteilt. 
Jede Epoche favorisiert eine Landschaft. Ebenfalls gibt es in jeder Epoche eine 
Landschaft, die nicht lebenswert ist. Die ersten vier Dörfer, die gegründet werden,
zählen zur ersten Epoche. In dieser Epoche wird Wald favorisiert und Bergland 
als nicht lebenswert bezeichnet. Wird also in dieser ersten Epoche ein Dorf 
im Wald gegründet, gibt es für das Dort 1 zusätzlichen Bonuspunkt für die 
Abrechnung. Wird ein Dorf im Gebirge gegründet, gibt es keine Bewertung, 
d.h. es werden überhaupt keine Punkte verteilt. 
 
Immer wenn ein Dorf gegründet wird, erhält der Spieler, der das Dorf gründete, 
einen Chip von der Epochentabelle. Dadurch wird erstens gekennzeichnet, 
in welcher Epoche man sich befindet und zweitens zählen diese Chips am 
Ende noch Pluspunkte. 
 
Die Epochen sind folgendermaßen verteilt : 

Epoche Dörfer lebenswert nicht lebenswert Bonus
1. Epoche 4 Wald Gebirge 1
2. Epoche 3 Gebirge Grasland 2
3. Epoche 2 Steppe Wald 3
4. Epoche 2 Grasland Steppe 4
5. Epoche 1 nichts nichts 5


Wird also das 8. Dorf gegründet, ist dies in der 3. Epoche - Bonuspunkte 
gibt es für Dörfer in der Steppe - keine Wertung gibt es für Dörfer im Wald. 
In der Steppe gibt es 3 Bonuspunkte. 

Beispiel : 
In der 3. Epoche wird das 8. Dorf gegründet. 
In einem Waldgebiet stehen 5 Hütten : 2 blaue, 3 schwarze. 
Die an das Waldgebiet angrenzenden Gebiete sind leer. 
Es wird abgerechnet : 
5 Punkte für die 5 Hütten und 3 Bonuspunkte für die 3. Epoche. 
Blau und Schwarz ziehen auf der Zählleiste 8 Felder vor. 
Der Spieler, der das Dorf gegründet hat, erhält einen Epochenchip. 
 
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt"
Wird ein Dorf gegründet, in dem alle fünf Farben vertreten sind, kommt es zum Streit. 
Alle Farben, von denen nur eine Hütte in diesem Dorf ist, werden entfernt und 
zählen bei der Abrechnung nicht dazu. 
 
Sobald das 12. Dorf gegründet wurde, ist das Spiel zu Ende. 
Jetzt decken die Spieler Ihre Clankarte auf : "Überraschung".
Für jeden Chip, den ein Spieler bekommen hat, setzt er seinen Farbstein 
auf der Zählleiste ein Feld vor. 
 
Es gewinnt der Spieler, der dann auf der Zählleiste vorne steht. 

  
Spielbewertung 

Man fragt sich zwei Dinge : 
1. Warum kommt man nicht selbst einmal auf eine solche Spielidee ?
2. Wenn man diese Idee hätte, würde man die Chance erkennen ?
 
"Clans - Die ersten Dörfer" 
zeichnet sich durch Spieltiefe aus. In den ersten Spielen zieht man noch 
ohne Plan einzelne Hütten in angrenzende Gebiete. Doch nach einigen Spielen 
erkennt man schnell die Zusammenhänge. Das Spiel ist sehr gut für zwei 
Personen spielbar - ja so gut, dass man behaupten möchte : besser als mit 
drei oder vier Personen. Um so mehr mitspielen, um so weniger hat der 
Spieler Einfluss und kann somit weniger planen. 
 
Trotzdem bleibt der Eindruck, dass Winning Moves ein "glückliches Händchen"
mit seinen Spielen hat. Nach "Cartagena" und "Trans America" schließt dieses 
Spiel sich nahtlos in die Reihe der unkomplizierten Spiele an. Unkompliziert 
soll aber nicht als abwertend verstanden werden - ganz im Gegenteil. 
 
Die Spieltiefe bei "Clans" ist höher zu bewerten als bei "Cartagena" oder 
"Trans America", ohne den Anspruch eines reinen "Grüblerspiels" zu haben.
Die Spielelemente passen perfekt ineinander und um einmal einen großen 
Schachspieler zu zitieren : "Wer den letzten Fehler macht, verliert". 


 
Kommentar
David Haupt
Die Frage nach dem Einfluß hängt maßgeblich von der Anzahl
der Spieler ab. Hier gilt: Je höher die Anzahl der
Mitspieler, desto geringer der eigene Einfluß. Ansonsten muß
man festhalten, daß Winning Moves mal wieder ein sehr schönes, schnell zu begreifendes und auch schnell zu spielendes Spiele auf den Markt gebracht 
hat !