Chang Cheng 
 Rezension von Peter Zanow 

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Autor :   Walter Obert

Verlag :   Tenki Games
Spieler :   2 - 4 Spieler
Alter :   ab 12 Jahre
Dauer :   ca. 60 Min.

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Tenkigames ist ein kleiner neuer Verlag aus Italien. Seit 2005 auf dem Markt führten sie bisher ausschließlich Spiele von Piero Cioni. Im Jahre 2005 kamen SHARK PARK und DAIMYO auf dem Markt. Zu DAIMYO kann ich leider nichts sagen, aber SHARK PARK war hart am Rande des unspielbaren, durch eine FAQ im Internet wurde es dann gerettet. 2006 kamen KRUMBLE und SNAKELAKE, auch hier gab es zumindest bei KRUMBLE einige Regellücken 
zu klären.
 
KRUMBLE ist ein nettes Dungeonspiel. Man versucht als Archäologe in eine alte unterirdische Ruine zu steigen und Schätze einzusammeln. Das Problem besteht in der nicht mehr allzu großen Standfestigkeit der Ruine, die nach einer Weile zusammenstürzt und dann sollte man möglichst schnell rauskommen.
SNAKELAKE ist eine Mischung aus einem uralten Computerspiel und ROBO RALLYE. 
  
Die Besonderheit bei Tenkigames ist die comichafte Aufmachung, die mich aber bisher nicht sonderlich gestört hatte.
Ganz anders kommt die diesjährige Neuheit daher.

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Viele Plastik-Mauerstücke, eine Menge Karten und ein zerlegter
Spielplan

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CHANG CHENG(So soll die chinesische Mauer im Original heißen) ist in eher dezenten Farben gehalten, ähnlich wie man es von chinesischen Tuschezeichnungen kennt und mit Walter Obert taucht ein neuer Autor auf.
 
Wie der Name des Spiels schon erahnen lässt, geht es um den Bau der chinesischen Mauer. Jeder hat in seiner Farbe Plastikmauern, einen Turm und eine Doppelmauer, dazu kommen noch 6 Aktionskarten.
 
Der Spielplan besteht aus einzelnen Kartenteilen, die beliebig zusammen gelegt werden, wobei der Spielplan während des Spiels noch wächst. Jedes Kartenteil ist nochmal in einzelne verschieden große chinesische und mongolische Provinzen unterteilt. 

Ziel ist es, während des Spiels für den Mauerbau Punkte zu erhalten und am Ende des Spiels nicht allzu viele Punkte durch die Mongolen zu verlieren.
 
Folgende 5 Aktionsmöglichkeiten gibt es:
-Ich kann zwei Mauerstücke in zwei verschiedene chinesische Provinzen setzen
-Ich kann zwei Aktionskarten verdeckt in zwei verschiedene chinesische Provinzen legen
-Ich kann ein Mauerstück und eine Aktionskarte verdeckt in eine chinesische Provinz setzen
-Ich kann einen Turm einsetzen oder
-Ich kann die Doppelmauer einsetzen.
 
Immer wenn ich ein Mauerteil einsetze, kann ich mir geheim den Mongolenmarker einsetzen, die verdeckt vor dem Spiel platziert wurden, und erhalte damit Informationen, wie viel Punkte ich eventuell am Ende des Spiels verliere.
 
Sobald das letzte Mauerstück in einer chinesischen Provinz(=Anzahl der Felder) gebaut wurde, kommt es sofort zur Wertung. Derjenige, der die meisten Mauerstücken gebaut hat, bekommt die Punkte der Provinz gutgeschrieben(Anzahl der Mauerstücke + Zufallswert, der Anfang des Spiels sichtbar platziert wurde). 
 
Allerdings können Aktionskarten, die in der gewerteten Provinz gelegt wurden, noch einiges rumzecken.
 
Da kann der Punktwert eventuell noch geändert werden, jemand hat doch noch ein oder zwei Mauerstücke mehr, es werden Mauerstücke zerstört oder die Plätze getauscht.
 
Das Spiel dauert solange bis alle Mauerplätze belegt sind und jetzt fallen die Mongolen über uns her. Auch hier gilt, wer die Mehrheit an gebauten Mauerstücken hat, bekommt Punkte abgezogen, allerdings sind die Grenzen der mongolischen Provinzen anders gesetzt, als die der chinesischen Provinzen. Wer nach dem Überfall noch die meisten Punkte besitzt, gewinnt.

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Fazit:
 
Für Tenkigames ist dieses Spiel ein gewaltiger Schritt nach vorn. Es ist alles sehr stimmig, die Mauerteile und Spielkarten sind sehr nett gestaltet. Für eine Stunde fühlt man sich sehr gut unterhalten ohne überfordert zu werden.
 
Natürlich kann man darüber meckern, dass wieder ein unnötiger Fehler in der englischen Anleitung ist(der in der deutschen Regel, die zu Essen fertig wird, korrigiert ist), das die Schachtel etwas zu groß geraten ist und das es zu zweit nicht ganz so gut ist wie zu dritt oder viert.
 
Aber es hat in der Familie durchweg positive Resonanz bekommen, nur mein Sohn hegt den Verdacht, dass es auf Dauer nicht genug Abwechslung bietet.
Nun wünsche ich dem Verlag viel Erfolg in Essen, damit wir weitere Spiele in der Qualität von Tenkigames bekommen.
  


 

Einzelbewertung
Noten
1=sehr schlecht bis 10=sehr gut

Peter
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Für Tenkigames ist dieses Spiel ein gewaltiger Schritt nach vorn ( Peter Zanow )
Werner
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Hat einfach überzeugt,obwohl ich kein Vielspieler bin und mir nur
wenige Spiele wirklich gut gefallen. ( Werner Rickert )

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Weitere Infos zum Spiel erhalten Sie über Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/21104