Battle Lore

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Rezension von Peter Zanow
Autor : Richard Borg

Bild von 'BattleLore'

Verlag : Days of Wonder
Spieler : 2 Spieler
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 60 Minuten

   

     

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Einleitung

Lust sich in den Sandkasten seiner Kindertage zu den alten
Spielzeugsoldaten versetzen zu lassen?
Battle Lore will es mit seinem neuesten Werk versuchen und vom
Outfit scheint ihm es gelungen.

Spielmaterial

Ein Haufen netter kleiner Figuren, eine Menge Pappcounter und
Hexfelder.
Die Besonderheit: Alles ist spielfertig vorbereitet, keine
Flaggen müssen geklebt werden, keine Plättchen müssen ausgestanzt
werden, sehr vorbildlich.

Das Spiel

 
wpe15.gif (40692 Byte) Da hielt ich sie also in der Hand, die Karte mit der Ankündigung.
 
„Etwas Großes wird kommen…in diesem Herbst- …wirklich GROßES!“

Gefunden 2006 in dem Spiel „Kleopatra“ aus dem Hause Days of Wonder.
 
Man konnte bei dieser Firma sich sicher sein, von der Optik wird es wieder hübsch anzusehen sein, aber was bringt es uns spielerisch?
Also abwarten.
 

Der Herbst kam, aber das Spiel nicht. 
Dann zu Weihnachten hielt ich es endlich in den Händen. Eine voluminöse Kiste war es schon und nach dem Öffnen jenes Objekt meiner Begierde kam man dann doch ins Staunen. Viele kleine Figuren kamen da zum Vorschein, hier ein paar Zwerge, dort ein paar Kobolde, dann viele Menschen, auf dem Pferde oder zu Fuß, mit Schwert, Bogen oder Armbrust bewaffnet.
 
Flugs nach der Anleitung gegriffen, konnte man wenige Augenblicke später schon die erste Schlacht in Angriff nehmen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich schon Memoir 44 und Command&Colors vorbelastet bin, so dass mir der Einstieg in dieses Spiel kein Problem bereitete. Wenn man diese Spiele nicht kennt, wird einem die Dicke der Spielregel wahrscheinlich etwas abschrecken, aber keine Bange, sie ist mit reichlich Beispiele versehen und daher wirkt sie etwas länger. 



Die Auswahl der Szenarien erleichtert das Erlernen des Spiels auch deutlichst, da sie jemanden Schritt für Schritt an das Spiel heranführen.
 
Spielprinzip:

wpe12.gif (230254 Byte) Durch ausspielen einer Kommandokarte aktiviert man eine Anzahl an Truppen.
 
Je nach Fahnenfarbe und Einheitentyp hat man eine unterschiedliche Bewegungsweite und eine unterschiedliche Anzahl an Kampfwürfel zur Verfügung.

Beim Kampf wird gewürfelt. Jeder Helm in der Farbe der angegriffenen Armee zählt als Treffer, eventuell gibt es noch die Möglichkeit eines Wiederholungswurfes oder der Gegner muss sich zurückziehen.

Wenn man eine Truppe komplett plattgemacht hat, bekommt man einen Siegpunkt. Wenn man eine vom Szenario vorgegebene Siegpunktzahl geschafft hat, ist man Sieger.
In manchen Szenarien muss man auch bestimmte Punkte auf dem Spielplan im Besitz haben, um Siegpunkte zu kassieren.
 
Neu bei Battle Lore ist die Kriegsratkomponente. Man hat die Möglichkeit aus verschiedenen Charakteren einen Kriegsrat zu basteln. Ein Charakter kann Level 1-3 haben. Dies regelt die Möglichkeit, wie viele Machtkarten man auf der Hand halten darf und wie viele Machtpunkte man bekommt. Die Zusammensetzung des Kriegsrats beider Spieler regelt auch die Zusammensetzung des Machtkartenstapels.

wpe4.gif (40070 Byte) Neu bei Battle Lore ist die Kriegsratkomponente. Man hat die Möglichkeit aus verschiedenen Charakteren einen Kriegsrat zu basteln. 
 
Ein Charakter kann Level 1-3 haben. Dies regelt die Möglichkeit, wie viele Machtkarten man auf der Hand halten darf und wie viele Machtpunkte man bekommt.
 
Die Zusammensetzung des Kriegsrats beider Spieler regelt auch die Zusammensetzung des Machtkartenstapels.

Nun bekommt auch das Machtsymbol auf dem Würfel seinen Sinn.


Wenn dies gewürfelt wird, bekommt man einen Machtpunkt. Diese braucht man, um seine Machtkarten ausspielen zu können. Und diese möchte man sehr gern ausspielen, denn sie sorgen doch für einiges an Überraschungen.

Falls man soweit vorgedrungen ist, dass man seinen eigenen Kriegsrat basteln darf, dann erfährt man erst die ganzen Möglichkeiten, die in dem Spiel stecken.
 
Fazit

Aber habe ich denn nun etwas GROßES in der Hand?
 
Etwas enttäuscht war ich am Anfang schon, denn ist nichts wirklich neues (Im eigenen Hause existiert schon Memoir 44, wo mich hauptsächlich stört, dass man sich nicht gegen eine gute Position wirklich wehren kann, da eh’ alle Fernkämpfer sind, ebenso wie bei Battle Cry von Hasbro, bis auf die Kavallerie. Vom Handling und Spielspaß gefällt mir Command&Colors von GMT am besten), aber es überzeugt sehr mit seiner Figürlichkeit und sehr ansehnlichen Spielmaterial. Wenn man noch keines der anderen Spiele mit ähnlichen System hat, kann man zugreifen, besitzt man allerdings schon eines der anderen, sollte man lieber eine Runde Probespielen, um zu sehen, ob der Reiz des Kriegsrats reicht für ein Zweitspiel.
 
Wenn wirklich die geplanten Erweiterungen erscheinen, kann es vielleicht zu etwas Großem werden.
 


Weitere Infos bei Luding :
http://luding.org/Skripte/GameData.py/DEgameid/19986