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Einleitung:
Im Reich der Inseln begründet sich die Herrschaft des Königs auf den
Besitz der berühmten heiligen Dämonenmasken. Der königliche
Zeremonienmeister, der große Puppenspieler Dalang, reist von Insel zu
Insel und vergibt Dämonenmasken an jene Herrscher, die würdig
erscheinen, der nächste König zu werden. Dazu sammel die Spieler mit
Hilfe von Gelehrten ihre Kräfte und mit Kriegern vertreiben sie ihre
Mitspieler vom aktuellen Schauplatz. Mit geschicktem Einsatz seiner
Karten strebt hier jeder nach geistlicher und weltlicher Macht.
(Schachteltext)
Spielablauf:
Ziel:
Wie oben schon beschrieben, geht es in
diesem Spiel um das Erlangen von geistlicher und weltlicher Macht auf
vier Inseln, um an möglichst viele punktträchtige Dämonemasken
heranzukommen. Das Spiel ist zuende, wenn alle Dämonenmasken vergeben
wurden. Dann gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten und wird zum König
des Inselreiches gekürt.

Der Spielplan zeigt vier Inseln mit den außergewöhnlichen Namen
Kukusch, Panschar,
Wongtong und Tschakkalag. Auf jeder der vier Inseln besitz jeder Spieler
ein Dorf,
einen eigenen Hofstaat, der aus Gelehrten, Künstlern, Kriegern,
Priestern und Fürsten
besteht und ihm das Ausführen von Aktionen ermöglicht. Außerdem gibt
es auf jeder Insel je einen Marker für die weltliche und die
geistliche Macht, die es zu erobern gilt.
Zu Beginn seines Zuges zieht der aktive Spieler 2, alle anderen Spieler
1 Karte.
Danach kann ein Spieler mit Hilfe seines Hofstaates und Dalang-Karten
(Handkarten der gerade aktiven Insel),
wenn er an der Reihe ist, verschiedene Aktionen durchführen.
Durch das Ausspielen eines Künstlers ist es z.B. möglich, eigene
Handkarten gegen Karten von Ziehstapel zu tauschen. Ähnlich ist es beim
Gelehrten. Wenn er ausgespielt wird, darf ein Spieler bis zu 3
Karten entweder von seinen Handkarten auf andere eigene Stapel
verteilen, oder sich bis zu 3 Karten von verschiedenen eigenen
Kartenstapeln nehmen.
Außerdem gibt es noch den Krieger. Durch
das Ausspielen eines Kriegers werden alle anderen Spieler gezwungen auch
einen Krieger auszuspielen oder ins Exil zu gehen und die Insel bis zum
Ende des Zuges des aktiven Spielers zu verlassen. Dazu verteilt man 3
seiner Karten auf anderen Inseln, die restlichen kommen auf den
Ablagestapel.
Bei allen oben genannten Aktionen müssen
die Karten nach dem Ausspielen auf den Ablagestapel gelegt werden. Außerdem
haben nach dem aktiven Spieler alle anderen Spieler die Möglichkeit die
gleiche Aktion, wie der aktive Spieler auszuführen (Ausnahme: Krieger).
Durch das Ausspielen von zwei Karten des entsprechenden Typs (Künstler,
Gelehrter, Krieger) wird der Zug des aktiven Spielers beendet und der
nächste Spieler (im Uhrzeigersinn) ist an der Reihe.
Zu guter Letzt gibt es noch Fürsten und
Priester. Sie dienen dazu die weltliche bzw. geistliche Macht an sich zu
reißen. Wenn der aktive Spieler eine dieser Karten ausspielt (auf den
Ablagestapel legen), muss er noch mehr Fürsten bzw. Priester vorzeigen
(bleiben in jedem Fall Handkarten). Nachdem alle Spieler Fürsten bzw.
Priester vorgezeigt haben, erhält der Spieler das entsprechende Symbol
in sein Dorf, der am meisten Fürsten bzw. Priester vorgezeigt hatte.
Besitzt ein Spieler auf einer Insel beide
Symbole, dann erhält er das Herrschaftssiegel der Insel, das 3
zusätzliche Siegpunkte wert ist.
Doch außer diesen Karten besitzt der
Spieler auch noch Dalang-Karten. Mit diesen kann er auf eine andere
Insel reisen (wobei er sich von zwei auf der Karte genannten Inseln eine
aussuchen darf), wenn dies kein Spieler durch das Ausspielen einer
passenden (selbe Zielinsel auf der Karte) Dalang-Karte verhindert. Falls
niemand die Reise verhindert, wechselt der Dalang die Insel. Jetzt
müssen alle Spieler ihre alten Handkarten auf der letzten Insel ablegen
und die Handkarten der neuen Insel aufnehmen.
Falls der Spieler auf der neuen Insel
eins der beiden Machtsymbole (Fürst oder Priester - Symbol) besitzt,
findet eine Wertung statt und er erhält die höchstwertige
Dämonenmaske. Der Spieler, der das andere Symbol besitz erhält
ebenfalls eine Dämonenmaske, allerdings die niedrigste. Nach einer
Wertung wechselt auf jeden Fall der aktive Spieler.
So geht der Kampf um die Dämonenmasken
ein bis zwei durchaus interessante Stunden, bis schließlich alle
Dämonenmasken vergeben sind. Dann ist das Spiel beendet und der Spieler
mit den meisten Punkten wird zum neuen König des Inselreiches von
"Bali".
Bewertung:
Wie Sie sicher beim Lesen der Rezension
schon gemerkt haben, gibt es bei BALI eine Vielzahl von Regeln (die hier
noch nicht alle genannt wurden) und das Spiel ist durchaus komplex. Da
auch ein gutes Gedächtnis nötig ist, um sich die jeweiligen Karten zu
merken, ist dieses Spiel eher für Vielspieler als für Familien
geeignet. Wer sich aber auf die Regeln einlässt, wird mit einem
schönem Spiel belohnt, das auch von der Ausstattung voll überzeugt.
Zwar besteht das Material ausschließlich aus Pappe, aber dafür ist die
Grafik um so schöner, und mit aufwendigen Figuren wäre das Spiel
sicherlich auch teurer geworden. Insgesamt liegt mit BALI ein
raffiniertes Kartenbrettspiel mit vielen originellen Ideen vor.
Johannes
Ackva
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