Bali  

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Autor : Uwe Rosenberg

Verlag : Kosmos Verlag
Spieler : 3 - 4 Spieler
Alter : ab 12 Jahren
Dauer : ca. 60 Minuten


Einleitung:

Im Reich der Inseln begründet sich die Herrschaft des Königs auf den Besitz der berühmten heiligen Dämonenmasken. Der königliche Zeremonienmeister, der große Puppenspieler Dalang, reist von Insel zu Insel und vergibt Dämonenmasken an jene Herrscher, die würdig erscheinen, der nächste König zu werden. Dazu sammel die Spieler mit Hilfe von Gelehrten ihre Kräfte und mit Kriegern vertreiben sie ihre Mitspieler vom aktuellen Schauplatz. Mit geschicktem Einsatz seiner Karten strebt hier jeder nach geistlicher und weltlicher Macht. (Schachteltext)

Spielablauf:

Ziel:

Wie oben schon beschrieben, geht es in diesem Spiel um das Erlangen von geistlicher und weltlicher Macht auf vier Inseln, um an möglichst viele punktträchtige Dämonemasken heranzukommen. Das Spiel ist zuende, wenn alle Dämonenmasken vergeben wurden. Dann gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten und wird zum König des Inselreiches gekürt.



Der Spielplan zeigt vier Inseln mit den außergewöhnlichen Namen Kukusch, Panschar, 
Wongtong und Tschakkalag. Auf jeder der vier Inseln besitz jeder Spieler ein Dorf, 
einen eigenen Hofstaat, der aus Gelehrten, Künstlern, Kriegern, Priestern und Fürsten 
besteht und ihm das Ausführen von Aktionen ermöglicht. Außerdem gibt es auf jeder Insel  je einen Marker für die weltliche und die geistliche Macht, die es zu erobern gilt.

Zu Beginn seines Zuges zieht der aktive Spieler 2, alle anderen Spieler 1 Karte.

Danach kann ein Spieler mit Hilfe seines Hofstaates und Dalang-Karten 
(Handkarten der gerade aktiven Insel),
wenn er an der Reihe ist, verschiedene Aktionen durchführen. 

Durch das Ausspielen eines Künstlers ist es z.B. möglich, eigene Handkarten gegen Karten von Ziehstapel zu tauschen. Ähnlich ist es beim Gelehrten. Wenn er ausgespielt wird, darf ein  Spieler bis zu 3 Karten entweder von seinen Handkarten auf andere eigene Stapel verteilen, oder sich bis zu 3 Karten von verschiedenen eigenen Kartenstapeln nehmen.

Außerdem gibt es noch den Krieger. Durch das Ausspielen eines Kriegers werden alle anderen Spieler gezwungen auch einen Krieger auszuspielen oder ins Exil zu gehen und die Insel bis zum Ende des Zuges des aktiven Spielers zu verlassen. Dazu verteilt man 3 seiner Karten auf anderen Inseln, die restlichen kommen auf den Ablagestapel.

Bei allen oben genannten Aktionen müssen die Karten nach dem Ausspielen auf den Ablagestapel gelegt werden. Außerdem haben nach dem aktiven Spieler alle anderen Spieler die Möglichkeit die gleiche Aktion, wie der aktive Spieler auszuführen (Ausnahme: Krieger). Durch das Ausspielen von zwei Karten des entsprechenden Typs (Künstler, Gelehrter, Krieger) wird der Zug des aktiven Spielers beendet und der nächste Spieler (im Uhrzeigersinn) ist an der Reihe.

Zu guter Letzt gibt es noch Fürsten und Priester. Sie dienen dazu die weltliche bzw. geistliche Macht an sich zu reißen. Wenn der aktive Spieler eine dieser Karten ausspielt (auf den Ablagestapel legen), muss er noch mehr Fürsten bzw. Priester vorzeigen (bleiben in jedem Fall Handkarten). Nachdem alle Spieler Fürsten bzw. Priester vorgezeigt haben, erhält der Spieler das entsprechende Symbol in sein Dorf, der am meisten Fürsten bzw. Priester vorgezeigt hatte.

Besitzt ein Spieler auf einer Insel beide Symbole, dann erhält er das Herrschaftssiegel der Insel, das 3 zusätzliche Siegpunkte wert ist.

Doch außer diesen Karten besitzt der Spieler auch noch Dalang-Karten. Mit diesen kann er auf eine andere Insel reisen (wobei er sich von zwei auf der Karte genannten Inseln eine aussuchen darf), wenn dies kein Spieler durch das Ausspielen einer passenden (selbe Zielinsel auf der Karte) Dalang-Karte verhindert. Falls niemand die Reise verhindert, wechselt der Dalang die Insel. Jetzt müssen alle Spieler ihre alten Handkarten auf der letzten Insel ablegen und die Handkarten der neuen Insel aufnehmen.

Falls der Spieler auf der neuen Insel eins der beiden Machtsymbole (Fürst oder Priester - Symbol) besitzt, findet eine Wertung statt und er erhält die höchstwertige Dämonenmaske. Der Spieler, der das andere Symbol besitz erhält ebenfalls eine Dämonenmaske, allerdings die niedrigste. Nach einer Wertung wechselt auf jeden Fall der aktive Spieler.

So geht der Kampf um die Dämonenmasken ein bis zwei durchaus interessante Stunden, bis schließlich alle Dämonenmasken vergeben sind. Dann ist das Spiel beendet und der Spieler mit den meisten Punkten wird zum neuen König des Inselreiches von "Bali".

Bewertung:

Wie Sie sicher beim Lesen der Rezension schon gemerkt haben, gibt es bei BALI eine Vielzahl von Regeln (die hier noch nicht alle genannt wurden) und das Spiel ist durchaus komplex. Da auch ein gutes Gedächtnis nötig ist, um sich die jeweiligen Karten zu merken, ist dieses Spiel eher für Vielspieler als für Familien geeignet. Wer sich aber auf die Regeln einlässt, wird mit einem schönem Spiel belohnt, das auch von der Ausstattung voll überzeugt. Zwar besteht das Material ausschließlich aus Pappe, aber dafür ist die Grafik um so schöner, und mit aufwendigen Figuren wäre das Spiel sicherlich auch teurer geworden. Insgesamt liegt mit BALI ein raffiniertes Kartenbrettspiel mit vielen originellen Ideen vor.

Johannes Ackva