Bakerstreet

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Autor : Marcel-André Casasola Merkle

Verlag : Ravensburger
Spieler : 2 Spieler
Alter : ab 10 Jahre
Dauer : ca. 30 Minuten

     

   

Wie erfolgt die Bewertung ?
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  Anteil Bemerkung Note Bewertung

Spielspass

              
Spielreiz 30 % gefällt einfach gut 2 0,60
Einfluss 15 % wo liegen meine Karten ? 3 0,45
Interaktion  8 % Spieler ärgern angesagt 2 0,16
Komplexität  4 % Einstieg ist schnell gefunden 2 0,08
Spielzeit 2 % schnelles Spiel 1 0,02
Wartezeit 1 % hoppla, bin schon wieder dran 1 0,01
  

60 %

    1,32 

Spielanleitung

        
Spielanleitung  20 % leider nur schwarzweiß 2 0,40
   20 %      0,40

Spielausstattung

     
Material 10 % stimmungsvoll 2 0,20
Hilfsmittel 7 % nicht notwendig 1 0,07
Spielkasten 3 % Kartenfächer  1 0,03
   20 %       0,30

Gesamtnote

  

gut

  2,02

Preis - Leistung

   

sehr gut

  20,20
10 x 2,02 = 20,20
  
Einleitung 

Krimanalfall zu lösen !
 
London, 1998. Nebelschwaden liegen über der Stadt, Schatten huschen durch die 
Nacht. Was ist geschehen ? Zwei clevere Defektive versuchen sich gegenseitig 
zu übertrumpfen. Wer löst den Kriminalfall zuerst ? Wer legt eine lückenlose 
Beweiskette vor ? Wer ist der scharsinnigere Schnüffler ?

Spielausstattung :

2 x 30 Detektivkarten mit unterschiedlicher farblicher Rückseite. 
40 Beweiskarten
 
Das Spiel
 
Jeder Spieler erhält seine 30 Detektivkarten, die er mischt und verdeckt vor sich legt. 
Anschließend nimmt er sich davon drei Karten auf die Hand. 
Die Beweiskarten werden in fünf Stapel zu je acht Karten kreisförmig, verdeckt ausgelegt. 
 

 
Jetzt geht's los !
Wer an der Reihe ist, führt in folgender Reihenfolge aus :

1). Handkarte anlegen
2). Handkarten ergänzen
3). Gebot abgeben
 
oder er zweifelt das vorherige Gebot des Mitspielers an. 

Eine der Handkarten wird offen vor eines der fünf Beweiskartenstapel abgelegt.
Lagen vorher dort schon Karten, werden diese von der neuen Karte so überdeckt, 
dass die vorherigen Karten nicht mehr zu sehen sind.  
Anschließend nimmt der Spieler von seinem verdeckten Detektivkartenstapel
eine neue Karte auf die Hand. Jetzt gibt er noch ein Gebot ab. 
 
Dabei gibt er - als erster Spieler der Runde - ein beliebig hohes Gebot ab. 
Mit einem Gebot schätzt der Spieler, wie viele Punkte beide Spieler zusammen 
auf der Hand halten. Die Detektivkarten haben Werte von 0 - 5 Punkte. 
Da jeder drei Karten auf der Hand hält, kann das höchste Gebot theoretisch 
also höchstens 30 betragen - wenn beide Spieler nur 5er Karten auf der Hand 
halten würden. 
 
In den folgenden Spielzügen muss der Spieler immer ein höheres Gebot 
abgeben, als der Spieler zuvor, oder das Vorgebot anzweifeln. 
 
So werden weiter Karten angelegt, bis ein Spieler ein Gebot bezweifelt. 
Dann legt der Spieler auch keine Karte mehr ab, sondern zeigt sofort seine 
drei Handkarten. Der Gegenspieler zeigt ebenfalls seine Karten und die Werte 
beider Spieler werden addiert. 
 
Ist die Gesamtsumme des Gebotes tatsächlich niedriger als das angezweifelte 
Gebot, gewinnt derjenige, der es angezweifelt hat. 
Ist sie aber gleich oder höher, gewinnt derjenige, der das Gebot abgegeben hat. 
Anschließend legen beide Spieler ihre drei Handkarten auf ihren Ablagestapel 
neben dem jeweiligen Detektivstapel. 
 
Wer gewonnen hat, darf sich einer der offenliegenden Detektivstapel vor 
den Beweiskarten auswählen. Dieser wird aufgelöst. 
Dazu wird der Stapel von oben abgebaut, d.h. die Karten werden offen nach 
Farbe sortiert. Dies wird solange gemacht, bis alle Karten verbraucht sind
oder eine Stoppkarte folgt - doch dazu gleich mehr. 
 
Wer die höchsten Werte im Stapel hatte, darf sich aus dem angrenzenden 
Beweiskartenstapel eine beliebige Karte aussuchen. Danach legt er die 
restlichen Beweiskarten wieder verdeckt auf den Platz zurück. 
Die ausgesuchte Beweiskarte wird verdeckt vor den Spieler gelegt. 
Die Detektivkarten, die ausgewertet wurden, werden auf die jeweiligen 
Ablagestapel gelegt. 
 
Es kann auch ein Stapel gewählt werden, der noch keine Karten vor 
sich liegen hat. Dann darf der Spieler ebenfalls eine Karte aus den 
Beweiskarten aussuchen. 

Nachdem alle möglichen Stapel ausgewertet wurden, wird weiter 
gespielt. Jeder nimmt sich drei neue Karten vom Stapel und die 
nächste Runde beginnt. Alle Karten, die nicht in die Auswertung fielen, 
bleiben vor den Beweiskarten liegen. 
 
Die Symbole : 
 
Auf den Detektivkarten gibt es drei unterschiedliche Symbole.
Eine Stoppkarte wird noch ausgewertet, danach werden aber keine weiteren 
Karten mehr vom Stapel genommen. 
Eine x 2 Karte verdoppelt den Wert des Spielers, der sie legte. 
Es bleibt auch beim verdoppeln, wenn er mehrere x 2 Karten im Stapel hat. 
Taucht im Stapel eine Karte auf - egal von welchem Spieler - die einen Pfeil zeigt, 
wird anschließend auch der nächste Stapel - im Uhrzeigersinn - noch bewertet. 
So kann es vorkommen, dass ein Stapel mehrmals bewertet wird. 
 
Das Spielende : 

Die Beweiskarten zeigen die Buchstaben von A - T. 
Von jedem Buchstaben gibt es zwei Karten. Aus diesem Grund darf ein 
Spieler auch immer nur eine Karte eines Buchstabens besitzen. 
Gelingt es einem Spieler sieben Karten in der Rheinfolge des Alphabets 
zu sammeln, hat er das Spiel gewonnen. 
 
Spielbewertung 

Ein ungewöhnliches Spielprinzip, an das man sich erst gewöhnen muss.
Gebe ich ein hohes Gebot ab, um den Spieler zu täuschen ?
Lege ich lieber eine gute Karte ab, obwohl ich glaube, dass mein Gegenspieler mein 
Gebot bezweifeln wird ?
Schaffe ich es, durch geschickten Einsatz der Pfeilkarten, gleich mehrere Stapel 
nacheinander zu gewinnen ?
 
Bakerstreet hat uns gut gefallen.
Ein kleines, feines Kartenspiel. 
Spannend ist es auch, denn es gibt doch einige Überlegungen, die ins Spiel 
einfließen. Wer sich gut behalten kann, wie die einzelnen Werte der Detektivstapel 
verteilt sind und zusätzlich auch noch weiß, so welche Buchstaben liegen, hat einen 
großen Vorteil. Auch kleinere taktische Scharmützel sind möglich. Was nutzt der 
vollste Detektivstapel mit vielen hohen eigenen Werten, wenn der Gegenspieler eine 
Stoppkarte drauflegt. Bei der Auswertung würde die Stoppkarte genommen und 
gewertet. Die anschließenden Karten kämen erst in der nächsten Runde an die Reihe. 
 
Alles in allem bleibt ein äußerst positiver Eindruck. 
Ein schönes 2 Personen Spiel.