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5 Kinderspiele Rezensionen von Monika Fuchs
 

Spielerezension Das Geheimnis der Pyramiden
 

Das Geheimnis der Pyramiden, Ravensburger, von Gunter Baars,
2-4 Spieler, ab 6 Jahren

Spielausstattung:

8 Pyramiden, 36 Schatz-Chips, 1 Spielanleitung

Es gibt 3 Spielvarianten:

1. Spiel: „Ramses räumt auf“

Jeder Spieler besitzt 8 verschiedene Schatzchips. Unter die 8 Pyramiden werden die gleichen Karten gelegt. Nun werden sie ungesehen gemischt und zu einem Quadrat gestellt. Dabei bleibt der mittlere Platz leer. Vor den Spielern liegen die Schatzchips in einer Reihe auf. Sie werden von links nach rechts abgelegt. Der Spieler an der Reihe darf nun in dem Quadrat so viele Pyramiden waagerecht oder horizontal (nicht diagonal) verschieben, bis die gewünschte Pyramide in der Mitte steht. Nun deckt er sie auf. Ist der Schatzchip identisch mit dem linken Schatzchip des Spielers, so wird sie in die Pyramide gelegt und der Spieler ist erneut an der Reihe. Ist der Chip nicht identisch ist der folgende Spieler an der Reihe.

  Gewinner ist wer zuerst alle seine Schatzchips unter die Pyramiden abgelegt hat

  2. Spiel: „Was ist wo, Herr Pharao?“

In den 8 Pyramiden liegen je 3 Schatzchips mit den Bildseiten nach oben. Der Spieler an der Reihe verschiebt genau 3 Pyramiden, dann deckt er eine auf. Es muss nicht die Pyramide in der Mitte sein. Nun gibt es 3 Möglichkeiten: Hat der Spieler den Schatzchip noch nicht, darf er sie nehmen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Hat es sie bereits deckt er die Pyramide wieder zu. Ist die Pyramide leer, muss er einen bereits gefundenen Schatz zurück in die Pyramide legen.

Gewinner ist wer zuerst 6 verschiedene Schatzchips gefunden hat.

  3. Spiel: „Vorsicht Mumie!“

8 Pyramiden, 3 Sätze Schatzchips und alle 4 Mumien spielen mit. Die Chips mit der grünen Rückseite werden im Kreis angeordnet und mit den Pyramiden abgedeckt. Die grüne Mumie kommt in die Mitte. Die restlichen Schatz-Chips werden gemischt und in drei, etwa gleich hohe Stapel, mit der Bildseite nach unten, neben das Spielfeld gelegt. Der Spieler an der Reihe dreht einen Chip vom Stapel = Such-Chip um. (Ist der erste Chip eine Mumie muss er wieder untergemischt werden). Dieser Schatz wird nun unter den Pyramiden gesucht. Dazu versetzt der Spieler eine Pyramide aus dem Kreis über die Mumie in die Mitte. Liegt nun der richtige Schatz offen, darf er sich den Such-Chip nehmen. Die Chips im Kreis bleiben immer liegen. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe und dreht den nächsten Such-Chip um. Ist der Schatz nicht gefunden, bleibt der Chip offen liegen und der nächste Spieler sucht nach diesem Schatz. Ist der Such-Chip eine Mumie versetzt er zunächst sie Pyramide von der Mumie in der Mitte auf den offenen Schatz-Chip. Dann mischt er die Pyramiden und stellt sie wieder im Kreis auf. Nun geht die Suche erneut los. Das Spiel endet, wenn alle Such-Chips aufgebraucht sind. Gewonnen hat, wer die meisten Chips hat.

Eigene Bewertung

Ein kleines Mitbring-Spiel mit viel Spielspaß! Durch die 3 Varianten hat es einen hohen Spielereitz. In der ersten Spielvariante macht es den Kleinen viel Spaß die Pyramiden zu verschieben und dann doch die gewünschte Karte zu finden. Prädikat: sehr gut!
 

Spielrezension Frosch Rallye

Frosch Rallye, Ravensburger/beleduc, von Reinhold Wittig
2-4 Spieler, 4-8 Jahre

Spielausstattung:

4 verschiedenfarbige Frösche aus Holz, Start und Zielschnur mit farbigen Holzperlen, 1 Farb/Symbolwürfel aus Holz.

Bewegungsmechanismus:

Die Frösche haben kurze Vorderbeine (Kordeln) mit roter und gelber Perle und längere Hinterbeine (Kordeln) mit grüner und blauer Perle, die der Vor- bzw. Rückwärtsbewegung (je nach Würfelwurf) dienen. Die Kordeln ziehen sich durch den Froschkörper, man hält eine Perle fest und zieht den Frosch so lange nach vorne oder hinten, bis das Ende der Schnur (Perle) erreicht ist. Danach werden die Beinchen wieder gleich lang gezogen.

Vier Frösche veranstalten ein lustiges Wettspringen zum nächsten Teich.

Das Spielfeld wird durch Start und Zielkordeln bestimmt. Jeder Spieler bekommt einen Frosch seiner Wahl. Es beginnt, wer am weitesten hüpfen kann! (Unbedingt beweisen!) Der Farbwürfel zeigt die vier Farben, einen Frosch und ein Auto. Der Spieler an der Reihe würfelt und verfährt nach folgenden Regeln:

Zeigt der Würfel grün oder blau so hält er die entsprechende Perle fest und zieht den Frosch nach vorne, bis das Ende der Schnur erreicht ist. Danach werden die Beinchen wieder gleich lang gezogen.

Zeigt der Würfel rot oder grün zieht man in gleicher Weise rückwärts.

Zeigt der Würfel den Frosch zieht man mit grün oder blau vorwärts und darf noch einmal Würfeln und den Frosch entsprechend ziehen.

Zeigt der Würfel das Auto dann muss der Spieler aussetzen, da er warten muss, bis die Straße wieder frei ist. 

Gewonnen hat, wer als erster mit beiden Vorderbeinen seines Frosches die Ziellinie berührt!

Dieses Spiel ist sehr schön ausgestattet. Die Holzfrösche mit bunten Kordeln und Perlen animieren zum Spielen. Es erfordert Feinmotorik und Fairness. Nach ein paar Proberunden macht es viel Spaß die Frösche nach dem Bewegungsmuster „hüpfen“ zu lassen. Da das Spielfeld variabel ist kann der Weg den die Frösche zurücklegen müssen von mini bis maxi gestaltet werden. Es lässt sich auch gut auf dem Boden spielen oder im Flur z. B. von Zimmer zu Zimmer. Den Kleinen fallen da ungeahnte Möglichkeiten ein!


Spielerezension : Kinder der Welt

Kinder der Welt, Ravensburger/beleduc, Illustration Antje Flad,
2-6 Spieler, 5-8 Jahre

Spielausstattung:

1 Holzspielplan, 6 Holzpüppchen, 30 Postkarten, 1 Symbolwürfel

Spielablauf:

6 Kinder, aus Europa, Asien, Arabien, Afrika, Amerika, machen sich auf den Weg (per Würfelwurf) die Welt zu erkunden. Alle sechs sind neugierig wie andere Kinder leben. Auf den eigenen 5 Postkarten sind typische Bilder der eigenen Region. Pandabären in Asien, Affenbrotbäume in Afrika, Eisbären und Hundeschlitten in Alaska, etc. Ziel des Spieles ist es, andere Kinder zu treffen und die eigenen Postkarten zu verschenken.

Gewinner ist wer zuerst alle seine 5 Postkarten verschenkt hat.

Eigene Bewertung

Hier wird den Kindern spielerisch vermittelt, dass es unterschiedliche Kulturen, Tier- und Pflanzenwelten, Lebensbedingungen und Lebensweisen gibt. Über die eigenen Postkarten reden, vielleicht gemachte Erfahrungen austauschen, neues entdecken, prägen dieses Spiel. Idealerweise spielen 6 Kinder zusammen, bei weniger Spielern werden mit je 2 Püppchen gespielt um alle Kulturen einzubinden.

Ein typisches Lernspiel, wunderschön ausgestattet. – Eine Augenweide!
 

Spielrezension Schnelle Welle

Schnelle Welle, Ravensburger/beleduc, von Dirk Hanneforth und Hajo Bücken

2-4 Spieler, 5-99 Jahre

Spielausstattung:

4 große Segelschiffe aus Holz, 4 Schatzinseln (fester Karton), 3 Wellen aus Holz,

16 Schatzkisten: Holzwürfel mit verschiedenen Symbolen, 1 Pirat aus Holz,

1 Holzsymbolwürfel, 1 Stoffbeutel.

Bewegungsmechanismus:

Die drei Wellen haben je eine unterschiedliche Länge. Von einer Welle, kurz, bis drei Wellen, lang. Je nach Würfelwurf legt man die entsprechende Welle an sein Schiff an und segelt bis zum anderen Ende.

Spielablauf:

Jeder Spieler sucht sich ein Schiff aus. Spielen nur zwei bekommt jeder zwei Schiffe, bei drei Spielern bleibt ein Schiff in der Schachtel. Die Schatzinseln werden in die vier Ecken des Tisches gelegt und die dazugehörigen Schatzkisten darauf gelegt. Die Schiffe werden in die Mitte, mit den Rücken aneinander, aufgestellt. Dabei ist zu beachten, dass alle Schiffe etwa gleich weit von den Inseln entfernt stehen. Der mutigste Spieler beginnt! und würfelt mit dem Symbolwürfel.

Zeigt der Würfel eine, zwei oder drei Wellen so nimmt er die entsprechende Welle, legt sie an sein Schiff an und segelt an das andere Ende der Welle. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.

Berührt ein Schiff eine Insel so nimmt der Spieler eine der Schatzkisten in sein Schiff auf und dreht es mit der Rückseite zur Insel. So kann er beim nächsten Spielzug wieder auf das offene Meer segeln.

Zeigt der Würfel einen Sturm so wirbeln zwei Schiffe durcheinander. Der Spieler sucht sich ein anderes Schiff aus und tauscht die Position mit ihm. Bei geschicktem Aussuchen können dabei weite Wege gespart werden.

Zeigt der Würfel das Piratengesicht so versucht der Pirat eine Schatzkiste für den Spieler zu stehlen. Er sucht sich ein Schiff mit einer Schatzkiste die er noch nicht im Schiff hat. Der Spieler, dem der Schatz gestohlen werden soll, nimmt die Schatzkiste in eine Hand, versteckt sie auf dem Rücken. Nun sagt der stehlende Spieler welche Hand er öffnen soll. Ist die Kiste gefunden so darf er sie behalten. Ist die Hand leer – Pech gehabt! Der nächste Spieler ist an der Reihe. Hat kein Mitspieler eine Schatzkiste an Bord, die er noch nicht hat, so kann der Pirat auch keine Kiste stehlen.

Jeder Spieler darf nur eine Schatzkiste jeder Art in sein Schiff aufnehmen. Kommt ein Spieler z.B. durch den Sturm auf eine Insel deren Schatz er bereits besitzt, so darf er keine Kiste aufnehmen.

Gewinner ist wer zuerst vier verschiedene Schatzkisten gesammelt hat.

Das Spiel eignet sich hervorragend zum auf dem Boden spielen. Die Spieldauer richtet sich nach der Größe des gestalteten Spielfeldes.
 

Spielerezension Sonntagsmaler

Sonntagsmaler, Ravensburger/beleduc, von Veronika Hohmann, 2-6 Spieler,

ab 4 Jahre

Spielausstattung: Zeichentafel aus Holz, 36 Holzkärtchen, 1 Stoffbeutel 6 Stücke Kreide, 1 Schwamm

Spielablauf: Der älteste Spieler beginnt, zieht verdeckt ein Kärtchen aus dem Stoffbeutel und beginnt das Abgebildete zu malen. Die anderen Spieler versuchen so schnell wie möglich das Motiv zu raten. Wer zuerst rät bekommt einen Punkt  

Gewinner ist wer zuerst 4 Punkte hat.  

Persönliche Bewertung

Das altbekannte Spiel „Montagsmaler“ ist wunderschön umgesetzt für die Kleinsten. Sie müssen nicht erst nachdenken wie male ich was, sondern können sich an die Vorlage halten und sofort drauflos legen! Die Kreativität kommt dann von ganz alleine. Ältere Kinder malen aus der Fantasie, oder setzen Hauptwörter zusammen wie z.B. Sonne und Blume = Sonnenblume etc. oder spielen: Ich mal etwas was du nicht siehst und das ist ...

Ein wunderschön ausgestattetes, kreatives Spiel für die ganze Familie